Schopp-Analyse: Vorgeführt mit Ansage
Marko Pantelic spuckte große Töne und ließ diesen dann Taten folgen.

Foto © GEPAMarkus Schopp analysiert für die Kleine Zeitung
Also ehrlich, so schlimm hab' ich mir meine Premiere bei der Kleinen Zeitung wirklich nicht vorgestellt. Gut, verlieren darf man, aber dabei derart chancenlos sein, das tut weh. Nehmen wir die Tore eins und zwei. Jedesmal hat ein Serbe die 1:1-Situation gesucht und sein rot-weiß-roter Gegenspieler im entscheidenden Raum zwischen zentralem defensivem Mittelfeld und Abwehr halbherzig bis gar nicht attackiert. Dort, wo man attackieren muss. Und das in einem Spiel, das richtungweisend war für diese WM-Quali. Erst Aufhauser, dann Scharner. Dass die jeweiligen Schüsse dann millimetergenau passten, zeugt natürlich auch von Klasse.
Und auf der Gegenseite? Die Österreicher suchten diese 1:1-Situationen so gut wie nie, spielten statt dessen ideenlos hin und her, von Ivanschitz in der Anfangsphase abgesehen.
Pantelic. Bemerkenswert, wie Marko Pantelic vor der Partie aufgetreten ist. Der sagte klipp und klar, wer als Sieger vom Platz gehen wird. Der Qualitätsunterschied wäre zu groß. Und so spielte er auch, riss das Geschehen an sich, war an nahezu allen gefährlichen Situationen beteiligt und hat seine Mitspieler zur Topleistung getrieben.
Fehlende Impulse. So ein Typ fehlt uns an allen Ecken und Enden. Einer, der in entscheidenden Momenten Impulse geben kann. Kampfgeist und Willen kann man unserer Truppe ja nicht absprechen, aber auf diesem Niveau und gegen solche Topteams wird leider schon der kleinste Fehler bestraft. Die Euro-Euphorie ist Geschichte. Und wieder einmal hoffen wir - sollte nicht ein Wunder geschehen - auf eine nächste Quali.
















