Brückner: Drei Spitzen für ein Halleluja
Neo-Teamstürmer Marko Arnautovic hatte die Wahl zwischen Österreich und Serbien. Nun hat er sie getroffen.

Foto © APABrückner mit Neuling Marko Arnautovic
Schon einmal musste Karel Brückner als Teamchef gegen die Färöer verdammt lange warten, bis das Zittern ein Ende hatte. Vor fast genau zehn Jahren war's, da erlöste Vladimir Smicer ihn und das tschechische Team erst in der 84. Minute mit dem Treffer zum mühsamen 1:0. Damit es diesmal, jetzt, wo er Trainer der Österreicher ist, nicht ganz so lange dauert, stellt er sein System um. Nicht ein Stürmer wird ans Werk gehen, sondern möglicherweise gleich drei. Gesetzt ist Marc Janko, so er fit ist, die weiteren Kandidaten heißen Stefan Maierhofer, Erwin Hoffer, Roman Kienast und Neuling Marko Arnautovic.
Der kleine Ibrahimovic. Letzterer ist gebürtiger Wiener, 19 Jahre jung, 1,92 Meter groß, war 17, als er 2006 vom FAC zu Twente Enschede ging und hat sich nun für Österreichs Team und gegen Serbien, die Heimat seines Vaters, entschieden. "Ich weiß, dass auch Serbien mit mir spekuliert hat, aber das war für mich ehrlich gesagt nie ein Thema, denn Österreich ist das Land, dem ich mich verbunden fühle. Dass ich jetzt dabei sein darf, ist natürlich die Krönung. Die vorläufige." Die endgültige wäre natürlich ein Einsatz am Samstag, "aber von dem auszugehen wäre ein wenig vermessen". Wiewohl der junge Mann, den sie ob seines Spielstils und seiner Divenhaftigkeit gerne mit dem jungen Zlatan Ibrahimovic vergleichen, eine gewaltige Portion Selbstbewusstsein an den Tag legt. "Weil ich weiß, was ich kann, und weiß, dass ich eine schöne Karriere machen könnte."
Nein zu Feyenoord. Beinahe wäre ihm auch schon der Sprung zu einem Großklub in den Niederlanden gelungen. Feyenoord Rotterdam wollte ihn in diesem Sommer, wollte auch Millionen zahlen, doch Twente wollte von diesen Millionen (noch) nichts wissen. "Ich habe einen Vertrag bis 2011, aber wer weiß, vielleicht kann ich mich ja über das Team für Topklubs empfehlen und mein Verein sagt das nächste Mal nicht mehr Nein."
Stammplatz. Jetzt heißt's allerdings erstmal, seinen Stammplatz bei Twente zurückzuerobern. Den nämlich hat er wegen eines Muskelfaserrisses zwischenzeitlich verloren und muss sich nun mit dem Schweizer Teamstürmer Blaise Nkufo matchen.
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Janko verpasste auch das zweite TrainingFoto © APA
















