DFB-Chef Zwanziger gab im Wettskandal Entwarnung
Knapp drei Wochen nach Bekanntwerden des Wettskandals hat DFB-Präsident Theo Zwanziger erste Entwarnung gegeben.

Foto © GEPAZu beanstandende Spiele "deutlich unterhalb der 1. und 2. Liga"
"Ich kann guten Gewissens sagen, dass sich die Dinge, die aufzuarbeiten und zu bestrafen sind, deutlich unterhalb der 1. und 2. Liga bewegen werden", erklärte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Sonntag der dpa. Nachdem er am Wochenende die Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft Bochum ausführlich studiert hat, sei er überzeugt, es werden "keine fundamental neuen Erkenntnisse zutage treten". Ligapräsident Reinhard Rauball bestätigte "Sportbild online": "Die Bundesliga ist nicht betroffen."
Nach Rücksprache mit der Bochumer Staatsanwaltschaft wollen der DFB und die Deutsche Fußball Liga (DFL) Anfang dieser Woche ein detaillierteres Zwischenergebnis ihrer Akteneinsicht präsentieren. Zwanziger verteidigte noch einmal die Schutzsperre für Schiedsrichter Thorben Siewer. "Der Schiedsrichter ist verdächtig, kann aber auch unschuldig sein", sagte der DFB-Boss. Der 22-jährige Referee war am 5. Dezember als Assistent der Partie zwischen dem VfL Osnabrück und Wacker Burghausen in der 3. Liga ersetzt worden, da er nach DFB-Informationen namentlich in den Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft Bochum zu möglichen Spielmanipulationen in Deutschland auftauchen soll.
Seit Donnerstag wühlen sich vor allem Zwanziger, DFB-Justiziar Jörg Englisch, gleichzeitig Leiter der Task Force "Wett- und Spielmanipulation", und Robert Weise, Abteilungsleiter Sportgerichtsbarkeit, durch die Akten. "Man muss der Polizei und der Staatsanwaltschaft ein Riesenkompliment für ihre Arbeit machen", betonte Zwanziger. So werde eine gründliche und zeitnahe Aufklärung erleichtert.





















