Wölfe auf einer Linie
Nenad Jovanovic (32) und Michael Sollbauer (22) sind die bestimmenden Persönlichkeiten im Defensivspiel des WAC. Ein ungleiches Duo auf der Erfolgsspur.

Foto © GEPAMichael Sollbauer & Nenad Jovanovic
Der eine nimmt mit 22 Jahren als Kapitän bereits eine Führungsrolle ein, der andere erlebt mit 32 Lenzen seinen zweiten Frühling. Zwischen Michael Sollbauer und Nenad Jovanovic liegen mehr als zehn Jahre, doch sie klaffen keineswegs auseinander. Im Gegenteil: Inzwischen ist die Annäherung perfekt vollzogen, denn der älteste und der drittjüngste Spieler im Kader des WAC sind als Innenverteidiger zentrale Figuren im Defensivspiel der Lavanttaler. Auch am Samstag bei der Wiener Austria waren sie ein Garant für den am Ende verdienten Punktegewinn.
Wenn das Duo gemeinsam in der Innenverteidigung die Fäden zieht, gab es bisher nur drei Gegentore. Zur Erinnerung: Beim Auswärtsspiel in Graz bei Sturm spielte Sollbauer als rechter Außenverteidiger, prompt fing sich der Aufsteiger vier Gegentore ein. Aber das ist Vergangenheit.
Unverrückbar
Mittlerweile ist die Innenverteidigung wie in Stein gemeißelt. "Nenad und ich sind ein eingespieltes Team. Wir verstehen uns blind", sagt Sollbauer. Jovanovic gibt das Kompliment zurück: "Michael ist ein super Typ. Wir haben ein ziemlich ähnliches Spielverständnis." Ihr Erfolgsgeheimnis? "Wir versuchen, mittels ruhigem und geradlinigem Spielaufbau Druck nach vorne zu entwickeln, damit gleichzeitig die Defensive entlastet wird." Hervorzuheben ist vor allem die Leistungsexplosion von Jovanovic, der seit Sommer 2011 österreichischer Staatsbürger ist. Wie Sollbauer kam er im Sommer 2010 zum WAC. In den Jahren zuvor fiel er bei den damaligen Zweitligisten Leoben und den Red Bull Juniors nicht groß auf. Jovanovic: "Ich träumte immer von der Bundesliga und hatte den Traum schon fast aufgegeben."
Der nicht gegebene Elfmeter für den WAC bei der Wiener Austria war noch lange Thema in der Kabine. "Sehr ärgerlich. Wenn es andersrum gewesen wäre, hätte es wahrscheinlich Elfmeter gegeben." Im Cup-Achtelfinale müssen die Lavanttaler zum FC Lustenau, dem Ex-Klub von Trainer Nenad Bjelica.





















