Erstes Tor, erster Heimsieg: WAC schlägt Rapid
Der WAC feierte mit einem verdienten 1:0 über Rekordmeister Rapid den ersten Heimsieg in der Bundesliga. Dario Baldauf gelang früh der entscheidende Treffer.

Foto © GEPADario Baldauf besiegelte den 1:0-Erfolg
Das Leben in der Bundesliga fällt um einiges leichter, wenn sich ein Neuankömmling einer schweren Last entledigen kann. Verstärkt wird dieses Gefühl besonders dann, wenn dies auf dem Rücken eines Großen gelingt. Der WAC hat sich mit einem Befreiungsschlag gegen Rapid vorerst einmal nachhaltig für die höchste Spielklasse empfohlen. Zum ersten Mal ist es den Kärntnern geglückt, zu Hause jene Qualität auf den Platz zu bringen, die ihnen schon von vielen Seiten nachgesagt worden war. Das verdiente 1:0 über den Rekordmeister in einem sehenswerten Match ist geeignet, dem heimischen Publikum den Bundesliga-Fußball auf allen Ebenen näherzubringen.
Am Schauplatz
7300 hatten die Lavanttal-Arena bis auf den letzten Platz gefüllt und sie staunten darüber, was sich auf dem Feld abspielte. Der WAC agierte ohne Hemmungen, wirkte keineswegs verkrampft und versuchte das Credo, spielerisch ansehnlichen Fußball zu zeigen, in keiner Phase der Partie aus den Augen zu verlieren. Das half auch, die freilich doch eher kurz gehaltenen Drangperioden der Rapidler ohne gröbere Zwischenfälle zu überstehen. Nie wurde es hektisch, und mit dem nötigen Maß an Ruhe blieb der aus einer Standardsituation herausgespielte knappe Vorsprung über den großen Rest der Spielzeit gewahrt.
Bann gebrochen
Manuel Kerhe weckte gleich in der 9. Minute mit einer vergebenen Großchance Erinnerungen an zuvor teilweise leichtfertig verspielte Partien, aber in der 18. Minute wurden Spieler und Fans erlöst. Dario Baldauf köpfelte den von Michael Liendl auf eine ideale Flugbahn beförderten Freistoßball zum 1:0 ins Tor. Der Bann war gebrochen, der erste Heimtreffer des WAC in der Bundesliga perfekt.
Dies wirkte sich auf das Spiel der Gastgeber positiv aus, sie hatten die Grün-Weißen im Griff. Der vom Regen aufgeweichte tiefe Boden machte die offenkundig noch von den Europacup-Strapazen gezeichneten Rapid-Beine noch schwerer. Und auch nach der Pause dominierten zunächst die Kärntner, und der sehr starke De Paula hätte auf 2:0 erhöhen können, fand aber in Königshofer seinen Meister.
Dann folgte die stärkste Phase von Rapid, in der Dobnik zum echten Rückhalt avancierte. Als der Torhüter mit unglaublichem Reflex mit dem Fuß nach einem von Alar noch abgefälschten Pichler-Schuss den sicher scheinenden Ausgleich vereitelte, erhärtete sich der Verdacht auf den ersten Heimsieg. Als es vollbracht war, gab es Standing Ovations der Fans.
Features
Ergebnis
WAC - SK Rapid Wien 1:0 (1:0)
Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 7.300 (ausverkauft), SR Hameter
Tor:
1:0 (18.) Baldauf
WAC: Dobnik - Thonhofer, Jovanovic, Sollbauer, Baldauf - Polverino -Kerhe, De Paula (82. Messner), Liendl, Jacobo (77. M. Kröpfl) -Rivera (68. Topcagic)
Rapid: Königshofer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Pichler,Schrammel - Kulovits (46. Ildiz), Prager - Grozurek (46. Alar),Hofmann, G. Burgstaller (73. Schaub) - Boyd
Gelbe Karten: Jacobo, De Paula, Topcagic bzw. Pichler, Ildiz





















