WAC: Die nächste Leermeldung
Wieder kein Punkt und Tor zu Hause: Der WAC spielte gegen Mattersburg eine Halbzeit lang gut, verlor aber am Ende mit 0:1.

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Sie haben sich gewehrt, die Kicker vom WAC, um der dritten Heimniederlage in Folge zu entkommen. Aber sie wurden wieder eingeholt von der rauen Wirklichkeit.
Das Bemühen alleine reichte auch gegen Mattersburg nicht für das erste eigene Tor in der Lavanttal-Arena. 270 Minuten warten die WAC-Fans darauf nun schon so sehnsüchtig. Resignation gab es nach dem 0:1 gegen die Burgenländer freilich noch keine, doch umso tiefer saß die Depression nach der nächsten Leermeldung. Die Hoffnung, heute in einer Woche gegen Rapid befreit in ein Fußballfest gehen zu können, erfüllte sich nicht. Die Euphorie, die noch im Mai nach dem Aufstieg im Lavanttal geherrscht hatte, ist vorerst einmal verflogen.
Erste Anzeichen dazu gab es bereits vor dem Anpfiff. "Nur" 4800 Besucher kamen zum Spiel. Gegen die Wiener Austria und Salzburg waren es noch weit über 6000. Dabei boten die Lavanttaler in der ersten Hälfte noch recht ansehnlichen Fußball. Manuel Kerhe setzte bereits nach 35 Sekunden einen Kopfball am Fünfer übers Tor, ein Kopftor von José Solano wurde zurecht wegen Fouls vom Schiedsrichter Eisner aberkannt. Mattersburg wurde in der Folge wohl stärker, der WAC hielt tapfer dagegen. Es entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Bei den Lavanttalern fehlte es aber wie schon in den Spielen davor an der Cleverness. Der letzte Pass, die letzte Flanke, der unbedingte Wille, ein Tor zu erzielen, alles zusammen wollte einfach nicht kommen.
Für viele Zuschauer möglicherweise nur am Rande wahrgenommen, gab es in der 39. Minute eine nicht unwesentliche Aktion, die sich später als taktische Meisterleistung von Mattersburg-Trainer Lederer herausstellen sollte. Der tauschte den mit Gelb vorbelasteten Stürmer Naumoski, der sich zuvor ein heftiges Schreiduell mit WAC-Verteidiger Jovanovic lieferte, aus. Ein Ausschluss des Mazedoniers war nur noch eine Frage der Zeit. Jetzt rechnete der WAC wohl insgeheim damit, dass bei Mattersburg in der zweiten Hälfte der Offensivmotor fehlen würde. Weit gefehlt. Die Burgenländer gewannen immer mehr Spielanteile, spielten den Aufsteiger regelrecht an die Wand, übten hohen Druck aus.
Drei Mal Aluminium
Nur Göttin Fortuna hielt die Truppe von Trainer Bjelica noch im Spiel. Mattersburg klopfte zwischen der 52. und 58. Minute gleich drei Mal ans Aluminium.
In der 72. Minute war das Glück dann aufgebraucht. WAC-Goalie Dobnik hatte gegen den Aufsitzer von Seidl keine Chance. Der WAC probierte noch mal alles, um wenigstens einen Punkt zu ergattern. Falk vergab per Kopf in der Nachspielzeit die größte Chance auf den Ausgleich.
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Bundesliga - 5. Runde
WAC - SV Mattersburg Endstand 0:1 (0:0).
Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 4.800, SR Eisner.
Torfolge:
0:1 Seidl (72.)
WAC:
Dobnik - Thonhofer (75. Topcagic), Jovanovic, Solano, Baldauf - Kerhe, Messner, Liendl, Jacobo (81. De Paula) - Falk, Stückler (63. Rivera)
Mattersburg:
Borenitsch - Farkas, Rodler, Rath, Potzmann - Seidl, Lovin, Prietl, Röcher - Naumoski (39. Spuller, 65. Mörz), Bürger
Gelbe Karten:
Jovanovic bzw. Röcher, Naumoski, Rodler




















