WAC-Empfang: Zirpende Grillen und ein Igel
Um 3.50 Uhr traf am Samstag der Spielerbus des WAC aus Wien in der Lavanttal-Arena ein. Der Klub organisierte eine spontane Feier mit seinen Fans. Die Kleine Zeitung war dabei.
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Über die Sinnhaftigkeit der Internet-Plattform "Facebook" lässt sich ja streiten. Aber ab und zu kann sie einem sehr nützlich sein. Fragen Sie nach bei den beiden Redakteuren der Kleinen Zeitung Kärnten, die sich am Freitag auf die Reise nach Wien machten, um den WAC am Weg zum Meistertitel medial zu begleiten.
Wolfsberg statt Wien
Zunächst lief alles wie geplant. Die letzten Interviews und Texte zum nicht unbedingt erwarteten vorzeitigen Bundesliga-Aufstieg waren knapp nach Mitternacht im Kasten.
Zum perfekten Abschluss der Recherchen würde jetzt noch ein Stimmungsbericht einer spontanen Meisterfeier der Spieler mit den mitgereisten Fans in der Lavanttal-Arena fehlen. Doch dann die Enttäuschung: Der Verein plant, das Wochenende in Wien zu verbringen. Also machten sich die Redakteure knapp nach Mitternacht auf den Rückweg nach Klagenfurt.
Feier via "Facebook"
Plötzlich, gegen 2 Uhr und ausgerechnet auf der Höhe von Hartberg eine Meldung des WAC auf "Facebook": "Wer den Meister empfangen möchte, möge sich in eineinhalb Stunden vor der Lavanttal-Arena einfinden." Sehr gut, jetzt würden die Redakteure doch noch zu ihrer Feier kommen.
Gegen 3.30 Uhr in der Arena angekommen, präsentierte sich folgendes Bild: Keine Menschenseele weit und breit. Nur das Zirpen dutzender Grillen und ein herumirrender Igel konnten wahrgenommen werden. "Der Klub wird sich doch nicht einen Scherz erlaubt haben?" Dann näherten sich zwei Taxis mit acht Burschen drinnen. "Wir wollen den Meister sehen", hallte es durch ihre Kehlen. Das nährte die Hoffnungen, dass der Mannschaftsbus doch bald einmal ankommen könnte. Und tatsächlich: Um 3.50 Uhr bog zuerst der Fanbus zur Arena ein, dahinter folgte der Spielerbus. Das Warten hat sich gelohnt. Ein schnelles Video da, ein paar Fotos dort.
"Bist du deppat"
Und die Stimmung kannte keine Grenzen. "Bist du deppat", ertönte es aus dem Mund des spanischen Legionärs José Solano. "Das war der erste Satz, den wir ihm beigebracht haben", Stephan Stückler.
Die Redakteure begaben sich gegen 4.30 Uhr wieder auf den Nachhauseweg. Auf der Heimfahrt lief im Radio das Lied "An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit..." der "Toten Hosen". Besser ließ sich dieser historischer Tag für den WAC nicht beschreiben.























