Meisterlich war an dem Spiel gar nichts
Durch einen blamablen Auftritt bei Blau-Weiß Linz unterlag der WAC 0:2. Die Wolfsberger zeigten nur 15 Minuten guten Fußball. Bei beiden Gegentoren patzte die Abwehr nach Noten.

Foto © GEPASchreck lass' nach. Der Spanier Aridany Tenesor lauscht am Fußballschuh, mit dem er WAC k. o. schoss
Nenad Bjelica schüttelte an der Seitenlinie nur noch den Kopf über die Vorstellung seiner Mannschaft bei Blau-Weiß Linz. Denn meisterlich war an der Vorstellung der Lavanttaler gar nichts. Sie brachten die Partie nie unter Kontrolle, liefen im Mittelfeld teilweise herum wie die aufgescheuchten Hühner, konnten nie Druck nach vorne erzeugen. Da die Abwehr nach Noten patzte, ist die 0:2-Niederlage in Oberösterreich mehr als verdient.
Für die Hausherren begann das Match wie das "Wunschkonzert" im Radio. In der sechsten Minute fliegt die Kugel nach einem kurz abgespielten Eckball in den WAC-Strafraum. Dort konzentrierten sich die Abwehrspieler auf alles, nur nicht auf Tenesor. Der Glatzkopf steht ganz allein im Fünf-Meter-Raum, geht fast in die Knie, um den Ball per Kopf Richtung Tor zu befördern. Das Leder springt noch vor Keeper Dobnik auf und ins Netz. Weder die Verteidiger noch der Goalie verdienen für ihr Verhalten ein Lob. Auch danach geben die Heimischen den Ton an, gestatten den Gästen maximal ein Spielchen im Mittelfeld. Nur ein Mal passen sie nicht auf. Messner passt in den Strafraum, wo Topcagic glücklich an den Ball kommt. Aus kurzer Distanz kann der Angreifer aber Keeper Wimleitner nicht bezwingen. Bis zur Pause kommen die Lavanttaler zu keiner nennenswerten Chance mehr, haben Glück, nicht höher in Rückstand zu geraten. In der Kabine schien Trainer Bjelica die richtigen Worte für seine Mannen gefunden zu haben. Plötzlich ging nach vorne etwas, arbeiteten sich Stückler & Co. Chancen heraus. Einzig der Torhüter stemmte sich erfolgreich gegen einen Einschlag. Nach 15 Minuten war der Elan aber wieder verpufft, gewann Blau-Weiß wieder die Oberhand.
Dummer Ausschluss
Selbst drei Wechsel bei den Gästen halfen nichts mehr. Im Gegenteil. Statt spielerisch etwas zu probieren, legten sich die Kicker mit Schiri Grobelnik an. Der zeigte Micic wegen einer "Schwalbe" Gelb. Über die regte sich Topcagic so auf, dass er prompt Rot präsentiert bekam. Mit zehn Mann fingen die Gäste in der Nachspielzeit noch das 0:2 ein.
Zum Glück für den WAC strauchelte auch Austria Lustenau. Die Vorarlberger waren bei der Vienna von der ersten Minute an chancenlos, gingen ebenfalls verdient 1:3 unter. Für die Lustenauer war es die erste Niederlage im Frühjahr. Dazu verloren sie Regisseur Boller durch Gelb-Rot.
Features
Erste Liga (31. Runde)
FC Blau-Weiß Linz - WAC/St. Andrä 2:0 (1:0).
Linzer Stadion, 800 Zuschauer, SR: G. Grobelnik
Torfolge:
1:0 (4.) Tenesor
2:0 (90. + 4) Sulimani
FC Blau-Weiss Linz:
Wimleitner - Bubenik, Duvnjak, Koll, M.Guselbauer - D. Guselbauer (72. Arapovic), Piesinger, Höltschl, Huspek (90. Rabl) - Poljanec (89. Sulimani), Tenesor
WAC/St. Andrä:
Dobnik - Baldauf (62. Micic), Jovanovic, Solano Moreno, Suppan - Kerhe, Putsche (62. Kreuz), Messner, Jacobo - Stückler (70. Falk), Topcagic
Gelbe Karten:
Huspek, Koll bzw. Baldauf, Micic
Rote Karte:
Topcagic (81, Schiedsrichterbeleidigung)
Die Besten:
D. Guselbauer, Wimleitner bzw. Jacobo,Jovanovic




















