Nach Rassismus-Sager: "Der Mensch muss zählen"
WAC-Stürmer Mihret Topcagic wurde wegen seiner Herkunft von "Zuschauern" rassistisch beschimpft. Parolen wie "Scheiß Jugo" oder "Jugo-Connection" waren zu vernehmen.

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Die Beziehung zwischen WAC-Stürmer und den eigenen Fans ist angespannt. Topcagic, der aus Bosnien-Herzegowina stammt, besitzt seit Anfang des Jahres die österreichische Staatsbürgerschaft. Sein kroatischer Trainer Nenad Bjelica fordert vehement ein Stadionverbot gegen diese sogenannten "Fans" (wir berichteten). Die Kleine Zeitung startete zu diesem Vorstoß eine Online-Umfrage.
Stehen solche Vorfälle an der Tagesordnung auf Kärntens Fußballplätzen? "Wir hatten bislang noch nie Probleme mit Rassismus", sagt Werner Lippitz, Obmann des Kärntner Fußballverbandes (KFV).
Beauftragter für Migranten
Insgesamt 365 Ausländer sind beim KFV gemeldet, 1186 sind den Österreichern gleichgestellt. Laut Lippitz soll demnächst ein Beauftragter im KFV installiert werden, der sich um die Anliegen von Fußballern mit Migrationshintergrund kümmern soll. Über die Vorfälle in Wolfsberg zeigt sich Lippitz schockiert. "Das ist aufs Schärfste zu verurteilen. Topcagic hat die Fußballakademie in Kärnten durchlaufen. Außerdem muss der Mensch und nicht die Herkunft zählen."
Weltweit ist Rassismus im Fußball keine Seltenheit. Erst kürzlich wurde Luis Suarez zu einer Sperre von achten Spielen und einer Geldstrafe von 40.000 Euro verdonnert, weil er Patrice Evra von Manchester United rassistisch beleidigt hat. Der dunkelhäutige Stürmer Mario Balotelli wurde während seiner aktiven Zeit bei Inter Mailand immer wieder zum Objekt rassistischer Attacken, auch aus dem Lager der eigenen Fans.




















