Die Punkte liegen bereit
Das Potenzial des WAC ist noch höher, als es der aktuelle Punktestand ausweist. Viele Zähler wurden quasi "verschenkt". Dennoch liegen die Lavanttaler ex aequo mit Altach an der Tabellenspitze.

Foto © GEPA
Der WAC ist unmittelbar beteiligt im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga, das bietet viel Stoff für Kärntner Fußballträume. Dennoch bleiben regelmäßig Restposten an Ärgernissen zurück. Nach dem 2:2 gegen acht Spieler von BW Linz gab es auch im Spitzenspiel gegen Altach nur ein Drittel der möglichen Punkte. Analog zum Match gegen den Aufsteiger wurde die Partie gedreht und dann eine 2:1-Führung wieder aus der Hand gegeben. Dies bedauerte ganz besonders der verhinderte Matchwinner Manuel Kerhe, der den WAC mit einem sehenswerten Solo in Führung geschossen hatte und sich dennoch enttäuscht zeigte. "Ich bin zufrieden mit meiner Leistung, aber überhaupt nicht mit dem Ergebnis. Wir hätten gewinnen müssen." Kerhe gehört zu den fixen Konstanten beim WAC, er versorgt die Kollegen mit Maßflanken und presst ein Spiel richtiggehend aus, weil er stets ans Limit geht. Der Krappfelder (24), der von Treibach über Bad Aussee und Grödig nach Wolfsberg kam, weiß aber auch, dass die Ausbeute noch wesentlich besser sein könnte. Sechs bis acht Punkte mehr wären durchaus möglich gewesen. So hat der WAC mit 27 Zählern nur drei Punkte mehr auf dem Konto als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr (drei Remis statt drei Niederlagen). Der entscheidende Unterschied: Damals betrug der Rückstand zur Spitze (Admira) bereits 14 Punkte.
Optimistisch in die Zukunft
Das zentrale Problemfeld ist in der nach wie vor zu hohen Quote an Gegentoren angesiedelt und gegen Altach hatte die Mannschaft Glück, nicht 0:2 in Rückstand geraten zu sein (Stangentreffer). Die Abwehr hinterließ dennoch einen etwas gefestigteren Eindruck. Auf der anderen Seite lässt die Offensive kaum Wünsche offen. Und Nenad Bjelica lassen vor allem die starken Auftritte gegen die unmittelbare Konkurrenz zuversichtlich nach vorne blicken. "Wenn wir gegen die Titelaspiranten weiter solche Leistungen zeigen, stehen wir am Ende ganz vorne", so der Trainer.













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