Trainer sah Angst in Augen der Kicker
Individuelles Versagen führte für Nenad Bjelica zur Niederlage in Hartberg. Er nennt keine Namen, wird aber Umstellungen vornehmen. Er hofft, dass "die Mannschaft aus den Fehlern lernt.

Foto © GEPANenad Bjelica
Es war kein kollektives Versagen meiner Mannschaft, es waren individuelle Fehler, wie sie nie passieren dürfen. Jetzt kommt uns der große Kader recht. Einige können sich beweisen, die anderen auf der Tribüne hoffentlich was lernen", analysierte WAC-Trainer Nenad Bjelica die 3:4-Niederlage bei Schlusslicht Hartberg nach einer 3:0-Führung.
Nach dem Training versammelte der Kroate die Truppe zur Manöverkritik: "Ich rede nie nach dem Schlusspfiff über ein Match, weil sowohl bei mir als auch bei den Kickern zu viele Emotionen dabei sind." Was da auf dem Feld abgelaufen ist, konnte auch Nenad nicht verstehen: "Wir zeigten 40 Minuten perfekten Fußball, Hartberg kam nie in unseren Strafraum. Trotzdem bekamen wir in fünf Minuten drei Gegentreffer."
Daher sind die Worte des Coaches nur zu verständlich: "In der Pause stand ich wie ein Idiot in der Kabine, wusste nicht, was ich sagen sollte. Wir haben dann nur darüber gesprochen, dass wir das Ergebnis wie ein 0:0 sehen müssen." Geholfen hat das seinen Mannen nicht: "Der Schock war zu groß, um ihn wegstecken zu können." Zum zweiten Mal in Folge verschenkten die Lavanttaler in der Nachspielzeit Punkte. Gegen Austria Lustenau kassierten sie in der 93. Minute das 3:3, in Hartberg in der 94. Minute das 3:4. "Vor diesem Treffer sah ich bei einigen meiner Burschen Angst und Verzweiflung im Gesicht", gab Bjelica zu. Er hofft, dass "die Mannschaft aus den Fehlern lernt. Sie waren Wiederholungen, wurden auch bei unseren Erfolgen gemacht. So gesehen musste wohl eine Niederlage passieren." Für den Trainer "passiert so etwas im Fußball - e i n m a l. Auch großen Klubs. Die können damit umgehen, ich hoffe, wir können es auch. . .





















