WAC vs. Sturm: Zwei Herzen in einer Brust
Das heutige Duell zwischen dem WAC und Sturm (18.30) ist mit 7300 Zuschauern ausverkauft. Die Lavanttaler sind gespalten, viele drücken den Grazern die Daumen.

Foto © GEPA
Ich bin seit Kindesbeinen an Sturm-Fan. Ich mag den WAC, aber ich kann meinen Prinzipien nicht untreu werden." Solche oder ähnliche Bekenntnisse sind dieser Tage keine Seltenheit, wenn man sich an heimischen Stammtischen mit Lavanttaler Fußballfans über das bevorstehende Duell zwischen dem WAC und Sturm Graz unterhält. Die Popularität des Grazer Traditionsklubs ist über die Grenzen der Pack und Koralpe spürbar.
Viele begründen hierzulande ihre "Liebe zu Sturm" damit, in ihrer Jugend keinen Bundesligaklub in Kärnten gehabt zu haben, dem sie die Daumen hätte drücken können. So sahen sie sich durch die geografische Nähe - Graz und Wolfsberg sind gerade einmal knapp 80 Kilometer voneinander entfernt - von Anfang an zu den "Blackies" hingezogen.
Das änderte sich auch in den (kurzen) Bundesliga-Zeiten eines FC oder einer Austria Kärnten nicht. Wolfsberger Autokennzeichen sind bei Sturm-Heimspielen seit Jahrzehnten keine Seltenheit. Auch der gebürtige St. Pauler Gernot Kulis, bekannt als der Ö3-Callboy, weiß nicht so recht, wem er heute die Daumen drücken soll: "In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Ich habe fast meine ganze Jugend bei Sturm Graz verbracht."
Selbst Martin Haider, Chef des Fanklubs "Wolfsfront" ist gespalten: "Ich war jahrelang Sturm-Fan. Ich hätte nie gedacht, dass es einmal zu diesem Duell kommt."
Steirer fliegen auf Falk
Doch es geht auch andersrum. 120 Personen aus der steirischen Gemeinde Großsteinbach, der Heimat von WAC-Stürmer Christian Falk, werden heute mit eigenen T-shirts live vor Ort Stimmung für den Aufsteiger machen.
Das Prestige-Duell ist mit 7300 Zuschauern ausverkauft. Offiziell haben sich 1000 Sturm-Fans angekündigt. Haider: "Die werden uns in Grund und Boden schreien. Wir können nur dagegenhalten, wenn der WAC ein Tor nach dem anderen schießt."























