Hält Sturm Kontakt zur Spitze?
Runde elf: Sturm steht am Sonntag eine richtungsweisende Begegnung mit der Austria bevor. Wiener Neustadt fordert Rapid.

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Entscheidungsspiel an der Kreuzung Liebenau. Welchen Weg wird der SK Sturm am Sonntag einschlagen? Den, der bergaauf führt, rauf in jene Tabellenregion, wo irgendwo - in weiter Ferne - der Meisterteller zu finden ist. Oder den Mittelweg? Der führt - Nomen est Omen - in die Mitte, dort, wo man anstelle des goldenen Tellers Österreichs Fußball-Mittelmaß findet. Das Duell gegen den Tabellenzweiten, die Austria aus Wien, wird es weisen.
Mit einem Sieg könnte man den Abstand auf die "Veilchen" auf drei Punkte reduzieren. Aber gehört Sturm wirklich schon zu jenem elitären Zirkel, der um den Titel mitspielt? Betrachtet man die bisherigen Saisonleistungen, dann wohl eher nicht. Dafür waren die Schwankungen zu groß. Man erinnere sich nur an die 1:3-Niederlage in Mattersburg oder an das magere 1:1 in Wiener Neustadt. Auch die Spiele gegen vermeintlich direkte Gegner offenbarten ähnliches. Gegen Rapid waren Peter Hyballas Männer völlig chancenlos und auch gegen Meister Salzburg starb man zwei Mal - jeweils in Schönheit. Da war phasenweise zu merken, dass die Ideen des Offensiv-Apostels Hyballa auf fruchtbaren Boden fallen. Aber eben nur phasenweise. Zu oft schlichen sich Fehler ein, zu oft fehlte in entscheidenden Phasen der Mut. Und zu oft, wie etwa zuletzt in Salzburg gesellte sich ein Sturm-Spieler namens "Naivität" zu Manuel Weber und seinen Kollegen.
Aus Fehlern lernen
"Fehler muss man einer jungen Mannschaft verzeihen. Nur wenn derselbe Fehler drei Mal gemacht wird, dann gibt es nichts mehr zu verzeihen. Aus Fehlern muss man irgendwann auch lernen", spricht Peter Hyballa ein Manko seiner Mannschaft an.
Aber wenn Sturm nicht zur Spitze gehört, wo gehören die Grazer dann hin - gar nur zum Mittelmaß? Eher nein. Die Wahrheit liegt - bezeichnender Weise - irgendwo in der Mitte. Fünf Siege eroberten Imre Szabics und Kollegen in den ersten zehn Runden. Man unterhielt die Fans mit schönen Spielzügen, so manchem feinen Tor und viel Offensivgeist. Sturms designierter Generalmanager Gerhard Goldbrich bringt es auf den Punkt: "Wir sind genau dort, wo wir nach dem Umbau des Teams und der Änderung des Spielstils hingehören - eine Spur über dem Mittelfeld und in Griffweite zur Spitze."
























