Rubin Okotie ist kein Rasenmäher
Sturm empfängt am Sonntag die Austria. Ex-Austrianer Rubin Okotie freut sich auf das Wiedersehen. Der "Maskenmann" pflückt nämlich gerne "Veilchen". Vorstand Kois legte Funktionen zurück.

Foto © APARubin Okotie
Die schwarze Maske ist mittlerweile sein Markenzeichen. Dennoch ist Rubin Okotie froh, wenn er sie Ende des Monats wieder los ist. "Denn sie stört schon. Sie drückt und ist auch eine Sichtbehinderung", erklärt Sturms Stürmer. Aber das Ding hat auch seine guten Seiten. Ohne die Maske hätte er nach seinem Jochbeinbruch im August nicht so rasch zurückkehren können und hätte vielleicht das Duell mit seinem Ex-Klub Austria Wien am Sonntag in der UPC Arena versäumt. So aber kann er mit Elan und Selbstvertrauen nach Liebenau zum "Veilchen pflücken" fahren. Denn: "Die Maske nimmt schon die Angst und ich kann voll in die Zweikämpfe gehen", weiß Okotie die Vorzüge seines Gesichtsschutzes zu schätzen.
Und irgendwie hat er mit der Maske auch eine gewisse Ähnlichkeit mit dem legendären "Zorro". Nur die "Waffen" sind andere. Focht der Roman-Held einst mit dem Degen, so fügt Rubin Okotie mit seinem Beinen und seinem Kopf den Gegnern schmerzhafte Wunden zu. Wie zuletzt in Salzburg, als der 25-Jährige bei der unglücklichen 2:3-Niederlage gegen den Meister Köpfchen bewies. Es war der erste Treffer seit seinem Comeback vor zwei Wochen. Vier Tore hat es bislang auf dem Konto. "Abgesehen von der Verletzung bin ich mit dem ersten Viertel der Meisterschaft durchaus zufrieden. Und jetzt fühle ich mich auch schon wieder sehr gut", verrät Okotie. Es klingt wie eine Kampfansage an die Austria, jenem Klub, bei dem er groß wurde. Das hindert ihn aber nicht daran, gegen die Wiener zu treffen. So war es ausgerechnet Okotie, der bei Sturms 1:0-Auswärtssieg in der zweiten Runde den spielentscheidenden Treffer erzielte. Und wie viele werden es diesmal? "Ich weiß es nicht, aber ich werde mein Bestes geben, dass ein Tor fällt", lautet die diplomatische Antwort und ein Schmunzeln huscht über Okoties Gesicht.
Entspannter Torjäger
Der Torjäger wirkt entspannt. Woher kommt die sichtbare äußere und die hörbare innere Ruhe? "Ich fühle mich in Graz einfach heimisch. Ich habe eine Wohnung in Raaba, mit einem kleinen Garten. Mir gefällt es hier", erzählt Okotie. Rubin der Heimgärtner, der sich beim Rasenmähen entspannt? "Nein", rückt er die Dinge erheitert zurecht. "Ich bin kein Rasenmäher."
Bleibt nur noch eine Frage. Wie schützt man sich beim gelegentlich impulsiven Trainer Peter Hyballa vor einer verbalen Kopfwäsche? "Da habe ich ich mit meinem Gesichtsschutz einen Vorteil", kontert der "Maskenmann" lachend. 1:0 für Rubin Okotie.
Vorstand Kois legte Funktionen zurück
Rund 11.000 Karten für das Sonntags-Spiel von Sturm gegen die Wiener Austria in Liebenau (16 Uhr) sind bereits weg. Der Bundesliga-Schlager wird also vor gut gefüllten Tribünen über die Bühne gehen. Auf der Tribüne wird wohl auch Milan Dudic Platz nehmen. Der Sturm-Verteidiger zog sich im Training einen Muskelfaserriss zu und wird gegen die Austria mit großer Wahrscheinlichkeit fehlen. Fehlen wird den Schwarz-Weißen künftig auch Oswin Kois. Der 61-Jährige legte nämlich seine Funktionen als Aufsichtsrat und Vorstand zurück. Allerdings geht Kois nicht im Groll. Er geht aus beruflichen Gründen: "Ich habe den Aufsichtsratsvorsitz in der Team Styria GmbH, dem größten steirischen Integrationsunternehmen, übernommen. Und deshalb musste ich meine knappe Zeit neu einteilen. Ich wünsche Sturm aber weiter alles Gute."
Features
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Zur Person:
Rubin Okotie
Geboren am 6. Juni 1987 in Karatschi, Pakistan.
Position: Mittelstürmer.
Marktwert: 800.000 Euro.
Stationen: Wiener Viktoria (1998), Rapid (1998 bis 2001), Austria Wien (2001 bis 2010), 1. FC Nürnberg (2010 bis 2011), St. Truiden (2011), SK Sturm (Jänner 2012).























