Gratzei: Ausreden sucht er nicht
Christian Gratzei ärgert sein Fehler zum 1:1 in Wiener Neustadt. Die Kritik von Trainer Peter Hyballa traf nicht ihn, sondern seine Mitspieler.

Foto © APAChristian Gratzei
Er ist immer für einen Spruch gut, sagt oft, was er denkt und eckt verbal gerne an. Peter Hyballa steckt kaum zurück. Doch diesmal übt sich der Sturm-Trainer in Gelassenheit. Der Punkteverlust beim 1:1 in Wiener Neustadt passt dem Deutschen nämlich so gar nicht in seine Planungen. "Das Resultat ärgert mich wirklich", sagt Hyballa. Seine Körpersprache direkt nach dem Unentschieden lässt vermuten, dass der Trainer extrem enttäuscht ist von dem, was sich in Wiener Neustadt zwischenzeitlich abgespielt hat. Die Darbietung einiger seiner Spieler war nicht wirklich in Ordnung.
Die Kritik trifft aber weniger Christian Gratzei und dessen Patzer zum 1:1-Ausgleich. "Das kann schon einmal vorkommen bei einem Torwart. Mit seinen guten Paraden hat er sich noch im Spiel selbst wieder aufgebaut. Das war wichtig", sagt Hyballa.
Gratzei selbst ärgert sein Fehler. "Ich wollte den Ball am höchsten Punkt herunterholen. Ich hatte dabei ein gutes Gefühl. Aber leider ist es daneben gegangen. So etwas darf aber nicht passieren", sagt der 31-Jährige. Dass der Ball aufgrund des Regens glitschig war, zählt nicht. "Ich muss mich darauf einstellen, da gibt es keine Ausrede", sagt Gratzei ehrlich und selbstkritisch. Klar ist aber auch, dass in Wiener Neustadt die Offensive keine Topleistung geboten hat. Das 1:1 in Wiener Neustadt wird die Sturm-Spieler nicht lange beschäftigen.
Zwei, drei Änderungen
Der schwarz-weiße Fokus ist bereits auf die Cup-Begegnung am Dienstag (19 Uhr) in Schwechat gegen den dortigen Regionalliga-Klub gerichtet. "Sie stehen in der Tabelle zurecht oben. Ich habe sie gegen die Mattersburger Amateure beobachtet. Das ist eine dynamische Truppe. Wir dürfen nicht wieder so pomadig ins Spiel gehen wie gegen Neustadt", sagt Hyballa.
Er wird die Mannschaft wohl an zwei, drei Positionen verändern, darunter auch jene im Tor. Das hat aber nichts mit dem Fehler von Gratzei zu tun. "Ich habe Focher nicht aus Dortmund nur für Freundschaftsspiele geholt", erklärt Hyballa.
























