Mario Haas: "Entscheiden tut immer der Trainer"
Ein Gespräch mit Sturm-Bomber Mario Haas am Rande seines Fußballcamps in Stallhofen über seine "Ausmusterung" bei Sturm Graz, wie er damit umgeht und über seine berufliche Zukunft.
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Wie lief das Camp in Stallhofen? Sind Sie mit den Leistungen vom Nachwuchs zufrieden?
MARIO HAAS: Hier lief alles bestens, wir hatten fast immer schönes Wetter und keine Verletzungen. Bei den Burschen sind wieder einige Talente dabei. Ein Siebenjähriger beispielsweise, der noch nirgends kickt. Es macht Spaß und die Kinder wissen, dass sie etwas lernen. Ich war wieder so oft wie möglich selbst dabei.
Weniger erfreulich schaut Ihre Situation bei Sturm Graz aus, wo Sie als Joker von der Ersatzbank aufs Abstellgleis bugsiert wurden. Wie geht es Ihnen damit?
HAAS: Mir geht es sehr gut. Entscheiden tut immer der Trainer, und er hat eine Vorstellung vom Spiel, das muss ich akzeptieren. Mir war von Anfang an klar, dass ich nicht Stammspieler bin.
Wie ist es dazu gekommen, dass der neue Trainer Peter Hyballa nicht mit Ihnen plant, und wie ist das Gespräch in dieser Woche mit ihm verlaufen?
HAAS: Ich habe die ganze Vorbereitung mitgemacht und habe mir nichts vorzuwerfen. Der Trainer und ich haben nie einen Disput gehabt und es war ein ganz normales Gespräch. Schauen wir mal, wie es weitergeht.
Aber es kann nicht lustig für Sie sein, wenn Sie wie vermutlich heute in Mattersburg gar nicht zum Auswärtsspiel mitgenommen werden.
HAAS: Als junger Spieler oder als 30-Jähriger hätte ich sicher anders reagiert, aber als Reifer musst du die Situation akzeptieren. Ich trainiere ganz normal weiter und möchte keine Unruhe reinbringen.
Derzeit hat man den Eindruck, dass bei Sturm schon Unruhe vorhanden ist, oder täuscht das?
HAAS: Wann gibt es bei Sturm keine Unruhe? Das ist Sturm Graz, das gehört bei Sturm dazu, bei Sturm muss sich immer was rühren, einmal mehr und einmal weniger. Vor zwei Jahren war das eine positive Unruhe, als wir Meister wurden.
Was war Ihr größter Erfolg und Ihr emotionalstes Erlebnis in Ihrer beeindruckenden Karriere, die Sie auch nach Frankreich und Japan brachte?
HAAS: Der größte Erfolg waren sicher die drei Meistertitel mit Sturm und die Spiele in der Champions League. Meine schönsten Tore: das gegen Real Madrid und der Fersler gegen die Austria Wien. Am emotionalsten war mein Abschiedsspiel bei Sturm, bevor ich nach Frankreich zu Straßburg ging, als wir den zweiten Titel holten.
Wie schaut Ihre Zukunft nach diesem Jahr aus?
HAAS: Was ich genau mache, ist noch offen. Es sollte aber bei Sturm sein. ANDREA KRATZER

























