Sturms Motto: Mut zum Risiko
Startschuss in die neue Saison: Die Grazer sind am Freitag in der ersten Cup-Runde in Wattens zu Gast. Offensive wird großgeschrieben, Akteure sollen mit Mut nach vorne spielen, Risikobereitschaft heißt das in den vergangenen Wochen so oft strapazierte Modewort des Trainers.

Foto © GEPA
Trio fehlt in Wattens
Nach Florian Kainz (Wade) und Andreas Hölzl (Schambein) ist auch Manuel Weber nicht in Wattens dabei. Der Neo-Kapitän steht noch im Aufbautraining und steht - so wie Mario Haas - im Kader der Sturm Amateure, die gegen die Austria Amateure ein Testspiel bestreiten. Und zwar auf der Anlage des SV Austria Puch (Überfuhrgasse 6).
Zurück auf die internationale Fußballbühne. So lautet das Motto des SK Sturm für die bevorstehende Saison. Bevor am nächsten Samstag in Graz (gegen Salzburg) die Jagd nach Meisterschaftspunkten beginnt, ist "Sturm neu" mit sieben Neuerwerbungen am Freitag im Alpenstadion in Wattens zu Gast. Es gilt, die erste Runde des ÖFB-Cups zu überstehen. Schon einmal war Sturm zu Gast in Wattens. Im September 2009 sicherte Lavric mit einem Elfmetertor den Grazer Sieg in der 2. Runde.
Sturms neuer Trainer Peter Hyballa, bekannt für seine markigen Sprüche, stellt vor dem Duell mit dem Regionalliga-Verein klar: "Der Aufstieg ist Pflicht. Wir haben die besseren Einzelspieler und somit mehr Qualität in der Mannschaft. Da darf nichts passieren. Wir treten mit der stärksten Mannschaft an und werden nicht experimentieren."
Machbare Hürde
Mit vielen neuen Gesichtern präsentiert sich am Freitag (19 Uhr) Regionalligist Allerheiligen - und zwar beim Landesliga-Klub Salzburger AK. Neo-Trainer Enrico Kulovits begrüßte zehn neue Spieler in seinem Kader, dafür verließen acht Leute (darunter Leistungsträger wie Daniel Hofer oder Patrick Stornig) den Verein. Die Südsteirer rechnen mit dem Aufstieg.
Des Trainers Selbstvertrauen spiegelt sich im neuen "schwarz-weißen" Spielsystem wider. Offensive wird großgeschrieben, die Akteure sollen mit Mut nach vorne spielen, Risikobereitschaft heißt das in den vergangenen Wochen so oft strapazierte Modewort des Trainers. Es gilt, die gegnerische Mannschaft ständig in Stress zu versetzen. Der Druck muss stets hochgehalten werden. Die Aufgabe für den Bundesliga-Klub ist durchaus lösbar. Zum einen, weil Sturm in den Vorbereitungsspielen teils gute Darbietungen zeigte. Zum anderen, weil die Stimmungslage in Wattens mäßig ist. Nach einer hervorragenden Saison in der Regionalliga West scheiterten die Tiroler in der Relegation am SV Horn - der Aufstieg in die Erste Liga wurde somit verpasst.
Bei den Grazern rechnet man im Duell mit einer intensiven Tiroler Gegenwehr. "Wattens hat eine ordentliche Truppe, die sehr robust verteidigt, körperlich topfit ist und ansprechenden Fußball zeigt. Sie sind in der abgelaufenen Saison zurecht Meister der Regionalliga West geworden", sagt Hyballa, um wiederholt nicht unerwähnt zu lassen: "Wattens ist aber der Außenseiter."
Hausverbote verhängt
Rund 20 Hausverbote hat der GAK vor der heutigen Cup-Partie gegen Erste-Liga-Klub Vienna (UPC Arena, 20 Uhr) schriftlich ausgesendet. Ordner werden extra dafür abgestellt, dass jene "Fans", die zuletzt für den großen Wirbel gesorgt haben, nicht mehr ins Stadion kommen. Im Zuge der Partie wird auch das neue GAK-Trikot präsentiert.
Features
Muratovic debütiert
Verletzungspech herrscht in Gratkorn vor dem Spiel gegen Bundesligist Wacker Innsbruck (19 Uhr). Nikolaus Götzinger (Meniskusverletzung), David Lugonjic (Kreuzbandeinriss) und Andraz Bajlec (Muskelfasereinriss) fallen aus. Dafür hat Coach Georges Panagiotopoulos angekündigt, dass es zum Pflichtspieldebüt von Samir Muratovic kommt.
Dritter Goalie im Tor
Für Kapfenberg beginnt am Samstag der Ernst des Fußballlebens. Mit der umgebauten Mannschaft (13 neue Spieler) wollen die "Falken" in Bregenz einen erfolgreichen Saisonstart hinlegen. Mit Filip Gacevski steht Kapfenbergs dritter Goalie im Tor. Stamm-Tormann Patrick Kostner ist gesperrt (Rote Karte in der Vorsaison), Ersatzkeeper Paul Pajduch laboriert an einer Leistenzerrung.
Deutschlandsberg fordert runderneuerte Hartberger
Die klassische Cup-Konstellation des krassen Außenseiters gegen den haushohen Favoriten gibt es beim Duell von Neo-Landesligist Deutschlandsberg mit Doch-Wieder-Erste-Liga-Klub Hartberg. Die Weststeirer haben sich als Finalist des Steirercups dieses Ticket gesichert, weil Sieger KSV Amateure im ÖFB-Cup nicht spielberechtigt ist. Bei Hartberg sind Trainer Andreas Moriggl, Co-Trainer Werner Ofner sowie acht Spieler neu. Gestern wurde Thomas Helly (21) für ein Jahr von Wiener Neustadt ausgeliehen.
Das Meisterduell
In Kalsdorf kommt es am Freitag um 19 Uhr zum Aufeinandertreffen des steirischen und des oberösterreichischen Landesliga-Meisters, nämlich Wallern. Beide treffen somit auch in der Regionalliga aufeinander. Zwei klingende Namen stechen bei den Oberösterreichern heraus: Herwig Drechsel und Petr Vorisek, die gemeinsam 463 Bundesliga-Partien absolviert haben.
Optimismus in Leoben
Auf den DSV Leoben wartet am Samstag um 18 Uhr eine hehre Aufgabe: Bundesligist Mattersburg rückt an. DSV-Coach Manfred Unger ist zuversichtlich, dass man die Burgenländer trotz Klassenunterschied und komplett umgestelltem eigenen Team packen kann. Vor allem mit dem Heimvorteil. Zur Erinnerung: Leoben war vergangene Saison bestes Heimteam der Regionalliga Mitte.























