Sturm rettete glücklichen Dreier
Sturm feierte im steirischen Derby gegen Kapfenberg einen 2:1-Sieg. Koch und Hölzl bzw. Elsneg trafen. Weber musste mit einer Gehirnerschütterung vorzeitig vom Platz.
1 / 28
Mit dem 2:1-Sieg im 16. und für lange Zeit wohl letzten steirischen Derby zwischen Sturm und Kapfenberg im Fußball-Oberhaus haben die Grazer die Chance auf eine Europacup-Teilnahme für die kommende Saison gewahrt. Sturm liegt weiterhin zwei Punkte hinter der drittplatzierten Wiener Austria. Kapfenberg hingegen plant nun fix für die zweithöchste Spielklasse, auch wenn rechnerisch noch nichts verloren ist. Die Obersteirer liegen vier Runden vor Meisterschaftsende neun Punkte hinter dem Tabellenneunten Wiener Neustadt.
Der Sieg von Sturm geht in Ordnung, auch wenn er glücklich zustande gekommen ist. Es waren nämlich die beiden Torschüsse der Grazer, die unhaltbar gewesen waren: In der 57. Minute zog Matthias Koch aus gut 30 Metern ab und knallte den Ball mit 92 km/h an die Latte, via Handrücken von Torhüter Raphael Wolf fand der Ball den Weg ins Netz - 1:0 für Sturm. Und eine Minute vor Spielende wurde ein Schuss von Andreas Hölzl aus 20 Metern von Michal Hanek unhaltbar für Wolf abgefälscht. Es war der Siegtreffer zum 2:1. Den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer in der 70. Minute fixierte Dieter Elsneg mit seinem sehenswerten Kopfball nach Hereingabe von Rene Pitter. Es war die erste Chance der Kapfenberger in diesem Spiel. Pechvogel des Spiels war Manuel Weber, der in der 23. Minute nach einem Zusammenprall mit Florin Lovin mit einer Gehirnerschütterung vom Platz musste.
Weder am Platz noch auf der Ersatzbank waren Mario Haas und Patrick Wolf zu finden. Während Wolf heuer schon einige Spiele von der Tribüne aus betrachten musste, war es für Sturm-Ikone Haas das erste Mal. Während es die beiden Spieler nur mit ungläubigem Kopfschütteln zur Kenntnis nehmen konnten, seien es nach Auskunft von Trainer Thomas Kristl sportliche Gründe gewesen, warum das Duo diesmal nicht berücksichtigt wurde. Wie auch immer.
Meister Sturm ist jetzt sieben Partien in Serie ungeschlagen und weiterhin das beste Heimteam der Liga. Von den vergangenen 19 Heimspielen haben die Grazer ein einziges verloren.
Features
Ergebnis:
Fußball-Bundesliga - 32. Runde:
SK Sturm Graz - Kapfenberger SV Endstand 2:1 (0:0)
UPC-Arena, 11.022 Zuschauer, SR Krassnitzer.
Torfolge:
1:0 (57.) Koch
1:1 (70.) Elsneg
2:1 (89.) Hölzl
Sturm: Gratzei - Standfest, Neuhold, Th. Burgstaller, Klem - Koch(76. Ehrenreich) - Ch. Kröpfl (82. Szabics), Weber (23. Hölzl), Bukva, Kainz - Okotie
Kapfenberg: R. Wolf - Pitter, Gerson, Hanek (91. Gollner), Prettenthaler - Grgic (85. Spirk), Lovin - Elsneg (76. Sahanek), Sencar, Babangida - Nathan Junior
Gelbe Karten: Bukva, Hölzl bzw. Pitter, Hanek
Die Besten: Koch, Klem bzw. Nathan Junior, Pitter
Trainersuche gestaltet sich schwierig
In Sachen Lizenz, die am Montag, dem 30. April, von der Bundesliga erteilt wird, macht sich Sturm keine Sorgen. "Wir haben alle Fragen des Senats beantworten können. Jetzt sind die Herren in Wien am Wort", sagt Christopher Houben, Geschäftsführer Wirtschaft. Sein Pendant im sportlichen Bereich, Paul Gludovatz, hat andere Sorgen. Die Trainersuche gestaltet sich schwieriger als erwartet. Inhaltlich würde er sich mit Kandidaten einigen können, wirtschaftlich nicht. Deshalb wird Gludovatz in einer Vorstandssitzung am Montag vorstellig, ob das Budget für den künftigen Trainerstab (drei bis vier Leute) erhöht werden kann.

























