Kristl will Rapid überraschen
Sturms neuer Cheftrainer Thomas Kristl will am Sonntag auch Rapid in Wien mit neuen Ideen überraschen.

Foto © GEPAThomas Kristl
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Elf Tage stehen Sie jetzt bei Sturm in der ersten Reihe. Was macht der Chefcoach Thomas Kristl anders als der Co-Trainer Thomas Kristl?
Thomas Kristl: Von meiner Seite hat sich nichts geändert. Wir sind aber ein Trainerteam und wir machen im Großen und Ganzen dieselbe Arbeit wie zuvor. Die Trainingsinhalte haben sich nicht geändert. Der einzige Unterschied ist, dass ich jetzt die Letztentscheidung habe. Das ist es.
Gegen Salzburg sind die Spieler wieder gelaufen, haben gekämpft und gerackert. Kein Vergleich zur Cup-Pleite gegen Hartberg.
Kristl: Unsere Mannschaft hat bisher immer auf schlechte Spiele mit einer guten Leistung reagiert. Das hat nichts mit dem Wechsel des Trainers zu tun.
Die Vorfälle innerhalb des Klubs kann die Mannschaft einfach so ausblenden?
Kristl: Wir machen unsere Arbeit. Alles andere können wir ohnehin nicht beeinflussen. Aber die Spieler haben Charakter, konzentrieren sich aufs Training.
Die Trainingsinhalte haben Sie nicht geändert, das Spielsystem sehr wohl. Gegen Salzburg spielten Sie mit einem 4-1-4-1-System.
Kristl: Zum einen hatten wir nur noch 16 Kaderspieler zur Verfügung. Und zum anderen haben wir Salzburg analysiert und uns dann auf sie eingestellt. Die Spieler haben die Vorgaben auch sehr gut umgesetzt.
Anzeige gegen Rapid
Sturm hat Rapid bei der Bundesliga angezeigt. Der Grund: Die Hütteldorfer haben den Grazern nicht das denen verpflichtend zustehende Kartenkontingent zur Verfügung gestellt. Statt 1500 Tickets bekam Sturm nur 1075 Karten.
Bleiben Sie auch gegen Rapid beim 4-1-4-1-System?
Kristl: Das wird ein ganz anderes Spiel. Rapid steht auf Platz zwei und spielt zu Hause. Unsere Jungs haben einen starken Gegner vor der Brust. Aber ich bin überzeugt von der Mannschaft, wir können in Wien etwas holen.
Also wird Sturm bei Rapid mit einer erneuten System-Änderung oder einer neuen Aufstellung überraschen?
Kristl: Jeder Trainer hat seine Ideen, hat Gedanken, wie man Verbesserung erzielen kann. Sonst wäre er ja fehl am Platz.
Das heißt, Sie entscheiden alleine, was auf dem Platz passiert?
Kristl: Das Trainerteam auf dem Platz entscheidet, sonst niemand.
Vonseiten des neuen sportlichen Geschäftsführers Paul Gludovatz gibt es also keine Vorgaben, keine Tipps?
Kristl: Wie ich gerade gesagt habe: Das Trainerteam auf dem Platz entscheidet, sonst niemand.
Könnten Sie sich vorstellen, bei Sturm als Cheftrainer über die Saison hinaus zu arbeiten?
Kristl: Bisher hat mit mir noch niemand über diese Möglichkeit gesprochen.
Wie kann Sturm heute bei Rapid bestehen?
Kristl: Ganz wichtig: Wir müssen mit derselben Leidenschaft und demselben Einsatz spielen wie gegen Salzburg.
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Remis unwahrscheinlich
Ein Unentschieden ist heute fast ausgeschlossen. In den jüngsten 15 Duellen zwischen Rapid und Sturm gab es im Hanappi-Stadion kein Remis. Elf Mal siegten die Hütteldorfer, vier Mal waren die Grazer erfolgreich.
Aufgrund der Ausfälle von Szabics (Adduktoren), Pürcher (Schulter), Dudic (Achillessehne), Feldhofer (Muskelfaserriss), Säumel (Adduktoren) und Cavlina (Magen-Darm-Grippe) ist fraglich, für welches System sich Trainer Thomas Kristl heute entscheiden wird.
Bundesliga-Spiele am Samstag
Schöttel hofft auf den Funken
Für Rapid-Trainer Peter Schöttel gibt es gegen Sturm nur eine Unbekannte: das System der Grazer, das sich im ersten Spiel unter Thomas Kristl geändert hat. Das soll, so sagt er, aber kein Problem sein: "Beide Teams kennen einander sehr gut. Und wenn man nicht genau weiß, wie der Gegner agiert, ist es am besten, sich auf die eigenen Stärken zu verlassen."
Schöttel hofft darauf, dass der Funke schnell auf das Publikum (das Spiel ist ausverkauft) überspringt. Er hofft auch auf den Einsatz von Steffen Hofmann.
























