Ausgerechnet Sturm kann Vastic stürzen
Armselige Leistung, interne Krisensitzung und massive Fan-Proteste: Austria-Trainer Ivica Vastic steht unter Druck. Nur ein Sieg am Samstag gegen Sturm würde für Ruhe sorgen.

Foto © GEPAStehen sich als Trainer erstmal gegenüber: Franco Foda und Ivica Vastic
Mäßige Spiele im Frühjahr, eine armselige Vorstellung beim jüngsten 0:2 in Mattersburg, eine interne Krisensitzung und massive Fan-Proteste. Bei der Wiener Austria herrscht trotz des vierten Tabellenranges Krisenstimmung. Das Spiel am Samstag (18.30 Uhr) gegen Sturm könnte für Austria-Trainer Ivica Vastic bereits zum Schicksalspiel werden. Vastic versteht die Fan-Proteste nicht und sagt: "Die Mannschaft braucht Unterstützung, die Proteste bringen gar nichts." In Mattersburg haben drei katastrophale Fehler zur 0:2-Pleite geführt und die Mannschaft hat nicht gut gespielt. Die vorangegangenen Begegnungen seien nach Ansicht von Vastic nicht ganz so schlecht gewesen.
Dass sich die Mannschaft spielerisch steigern muss, ist dem 42-Jährigen auch klar. "Es braucht Zeit, damit Automatismen greifen", sagt Vastic. Die Abgänge von Junuzovic und Barazite sind nicht einfach zu kompensieren. Spieler mit solch individueller Klasse hinterlassen Lücken. Auch wenn Vastic sagt: "Ich habe gute Spieler, sie müssen sich nur noch finden." Es sind die ständigen Umstellungen durch Verletzungen und Sperren, die die Mannschaft nicht ganz so rasch zusammenwachsen lässt. Vastic: "Wir arbeiten daran in jedem Training." Das bestätigen auch Spieler. Es seien nur Kleinigkeiten, die nicht nach Wunsch funktionieren. Es bedarf nur noch ein wenig Zeit.
Druck ist für Vastic kein Problem
Zeit, die Vastic womöglich nicht mehr hat. Auf die Fragen, ob er eine Niederlage gegen Sturm als Trainer überlebt und ob er sich vorstellen könnte, bei Sturm als Trainer zu arbeiten, sagte Vastic nur: "Lassen wir diese Themen." Der derzeitige Druck ist für ihn kein Problem. Vastic: "Ich bin jetzt seit über zwanzig Jahren im Geschäft und habe immer Druck gehabt. Das ist wirklich kein Problem."
Am Samstag gegen Sturm erwartet er ein spannendens Spiel. "Wir haben einiges gut zu machen, spielen zu Hause und wollen drei Punkte holen", sagt der 42-Jährige. Ausgerechnet Sturm könnte Vastic als Austria-Trainer stürzen. Dass sein Ende Juni 2012 auslaufender Vertrag bei der Austria verlängert wird, ist derzeit kein Thema.























