Solche Fehler kosten den Aufstieg
Sturm verliert gegen Anderlecht mit 0:2. Ein Patzer von Torhüter Cavlina sowie eine Undiszipliniertheit von Burgstaller brachten Sturm auf die Verliererstraße.

Foto © ReutersDa war es passiert: Die Grazer Abwehr im Halbschlaf, Gillet trifft zur Führung für RSC
Anderlecht ist derzeit nicht zu stoppen. Auch nicht vom SK Sturm. Mit dem 2:0 in Graz feierten die Belgier ihren neunten Sieg in Serie und den dritten vollen Erfolg im dritten Europa-League-Spiel in der Gruppe L. Der Aufstieg ins Sechzehntelfinale scheint für Anderlecht sicher. Auf Sturm hingegen wartet noch ein hartes Stück Arbeit, will man auch nach der Winterpause international spielen. Aufgrund des 3:1-Heimsieges von Lok Moskau über AEK Athen haben die Russen Sturm in der Tabelle überholt, liegen nun auf Platz zwei.
Sturms 0:2-Heimniederlage schmerzt, weil die Grazer eine Stunde lang Anderlecht durchaus Paroli bieten konnten. Sie standen kompakt, spielten mit den favorisierten Belgiern brav mit und kamen durch Szabics (17.), Weber (54.) und Bodul (56.) zu Chancen, auch wenn diese nicht zwingend waren. Eine Kainz-Hereingabe (63.) fing Safari vor Ehrenreich ab. Sturms Mut, mehr für die Offensive zu tun, wurde bestraft.
Zu viele Fehler
Das Kopftor von Mbokani (53.) wurde vom irischen Schiedsrichter Alan Kelly zurecht noch aberkannt, weil Sturmpartner Suarez im Abseits gestanden war. Etwas später hatte Sturm weniger Glück. Sturm-Goalie Cavlina konnte den Ball nach einem Mbokani-Querpass nicht festhalten und Gillet (66.) erzielte die Führung für die Belgier. Damit nicht genug. Eine Minute später sah Burgstaller nach wiederholtem Foulspiel zurecht die Gelb-Rote Karte. Das war's für Sturm. Mit einem Mann weniger konnten die Grazer nichts mehr ausrichten. Nun tat sich Anderlecht leicht und legte mit dem Treffer zum 2:0 durch Suarez (75.) nach. Es war der fünfte Treffer des Argentiniers in der laufenden Gruppenphase.
Ein individueller Fehler sowie eine unnötige Undiszipliniertheit brachten Sturm auf die Verliererstraße. Schade, dass ausgerechnet routinierte Spieler auf internationaler Ebene patzen. Sturm fehlten an diesem Abend ein Quäntchen Glück, Klasse und Gelassenheit.
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Fakten
SK Sturm Graz - RSC Anderlecht Endstand 0:2 (0:0)
Graz, UPC-Arena, 14.297 Zuschauer, SR Alan Kelly (IRL)
Tore: 0:1 (66.) Gillet, 0:2 (75.) Suarez
Sturm Graz: Cavlina - Ehrenreich, Dudic, Burgstaller, Klem - P. Wolf (79. Hölzl), Weber, Säumel, Kainz (69. Feldhofer) - Bodul (65. Haas), Szabics
Anderlecht: Proto - Wasilewski, Kouyate, Juhasz, Safari - Gillet, Kljestan, Biglia (80. Marecek), Jovanovic - Suarez (86. Fernando), Mbokani (89. De Sutter)
Gelb-Rote Karte: Burgstaller (67./Foul)
Gelbe Karten: Dudic bzw. Suarez, Biglia
Die Besten: Kainz, Szabics bzw. Biglia, Suarez

























