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    Zuletzt aktualisiert: 28.05.2011 um 20:19 UhrKommentare

    In der Ruhe liegt die Kraft des Webers

    Der 25-jährige Villacher Manuel Weber wurde in Kärnten ausgebildet, wurde mit Sturm Graz österreichischer Fußballmeister und steht im Kader des Nationalteams gegen Deutschland.

    Foto © Gepa

    In der Schule war Französisch sein Lieblingsfach, aber in der Praxis bevorzugt er die Sprache des Fußballs. "Er kann ein Spiel unglaublich gut lesen", sagt sein langjähriger Berater und Freund Christian Sand. Und nun schrieb Manuel Weber ein kleines Stück Kärntner Fußballgeschichte, denn der 25-Jährige wurde mit Sturm Graz österreichischer Fußballmeister und steht auch im Kader der Nationalmannschaft für die EM-Qualifikationspartie am Freitag gegen Deutschland.

    Dichtung und Wahrheit

    Mit sechs Jahren schon ließ sich Manuel im Unterrichtsgegenstand Fußball einschreiben und parallel dazu kam er nie vom ordentlichen Bildungsweg ab. Immerhin hat er einen prominenten Vorgänger, was den Geburtstag angeht. Der 28. August gehört auch zu den Eckdaten des Johann Wolfgang von Goethe und Weber, der vor einigen Jahren ungeachtet des Jobs als Jungprofi maturierte, findet frei nach Goethe die Dichtung nicht nur im Abflussrohr und die Wahrheit trotzdem auf dem Platz. "Eigentlich ist er ein untypischer Fußballprofi", so Christian Sand, der Weber auch als "Anti-Arnautovic" sieht. Ruhig, bedächtig in seinen Aussagen, dennoch nervenstark und sehr ehrgeizig, lässt er im Spiel die Taten sprechen. In Fachkreisen gilt er als starker Vertreter des modernen Fußballs, ausgestattet mit den technischen Feinheiten, großer Übersicht und - vorher mit dem Ruf des filigranen Fußballprofessors versehen - mittlerweile auch der nötigen Aggressivität. Dies alles bescherte Weber in der abgelaufenen Saison bei Sturm die zweithöchste Anzahl an Einsatzminuten. Sein Anteil am Meistertitel ist beachtenswert. "Ich glaube schon, dass ich ein bisschen was dazu beigetragen habe."

    Einfach integriert

    Die Entwicklung war durchaus vorhersehbar, als der im Zuge des Schulsportleistungsmodells - nach eigenen Angaben - vorzüglich ausgebildete Villacher Weber 2009 von Klagenfurt nach Graz übersiedelte, denn er galt stets als große heimische Hoffnung. Der damalige Kapitän der inzwischen verblichenen Austria Kärnten wäre auch geblieben, doch die damaligen Klubverantwortlichen hatten es verabsäumt, ihm rechtzeitig eine Vertragsverlängerung anzubieten. Bei Sturm hat er sich durchgesetzt und wurde wieder reif für das Nationalteam, das er bei seiner ersten Einberufung wegen Krankheit verpasst hatte. Seinen Vertrag in Graz hat Weber erst im Winter um weitere drei Jahre verlängert. Sollte das Fußball-Ausland interessiert sein, muss man ihn also für bare Münze nehmen. Der Wohlfühlfaktor kommt bei Sturm auch nicht zu kurz, die Integration sei überhaupt kein Problem gewesen. "Das Mannschaftsklima ist ausgezeichnet, es herrscht ein sehr familiärer Charakter und wir machen auch privat sehr viel zusammen."

    Kaum Ruhezeit

    Apropos privat: Vor einem Jahr gab Manuel seiner Nadja, einer Villacherin, das Jawort, nach siebenjähriger Probezeit. Der erste Hochzeitstag (21. Mai) fiel mit dem ärgsten Meisterschaftsstress zusammen und nach dem Nationalteam-Einsatz bleibt nur eine Woche der Erholung. Dann startet bereits die Vorbereitung auf die nächste Saison. Und diese hat ja gleich einmal die Champions-League-Qualifikation zu bieten. Es kann Schlimmeres passieren.

    HUBERT GIGLER

    Zur Person

    Manuel Weber, geboren am 28. August 1985 in Villach.

    Größe: 1,84 m.

    Verheiratet mit Nadja (seit 2010)

    Vereine: VSV (1991 bis 1999), BNZ Kärnten, FC Kärnten (2003 bis 2007), Austria Kärnten (bis 2009), Sturm Graz (seit 2009).

    Erfolge: Österreichischer Meister 2011, Österreichischer Cupsieger 2010 (jeweils mit Sturm). GEPA-PICTURES

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      Supercupsieger: 1996, 1998, 1999
      CL-Teilnahme: 98/99, 99/2000, 2000/01

       

      Toto

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