Fans dürfen bei Meistertitel nicht auf den Rasen
Die Bundesliga ist angesichts des Skandal-Spiels in Wien sensibilisiert - holt Sturm am Mittwoch (20:30 Uhr) den Titel, dürfen keine Fans auf den Rasen. Die Bundesliga droht mit drakonischen Strafen.

Foto © GEPAStimmung ja, aber nur auf den Rängen
Das Skandalspiel in Wien vom Sonntag im Hanappi-Stadion, wo Rapid-Hooligans das Spielfeld stürmten und das Match abgebrochen werden musste, wurde mit 3:0 für die Wiener Austria gewertet. Der Senat 1 der Bundesliga sieht die Schuld für den Spielabbruch bei Rapid. Über etwaige Sanktionen gegen die Hütteldorfer wird der Senat 1 am 1. Juni entscheiden. Der Strafrahmen reicht von einer saftigen Geldstrafe über die Verhängung eines oder mehrerer "Geisterspiele" bis hin zu einer Platzsperre.
Bundesliga sensibilisiert
Die Bundesliga ist sensibilisiert, hat aufgrund des Vorfalls in Wien sofort Sturm Graz mitgeteilt, dass bei einer etwaigen Meisterfeier am Mittwoch (20:30 Uhr) nach dem Spiel gegen Wacker Innsbruck die Fans auf den Tribünen bleiben müssen. Ein Platzsturm hätte schwerwiegende Folgen für den Klub. Aufgrund des schwebendes Verfahrens wegen des Becherwurfes (gegen Rapid) sowie des Platzsturms in Wiener Neustadt sind die Grazer doppelt vorbelastet.
"Ich appelliere wirklich und eindringlich an alle Fans. Bitte, bitte bleibt auf den Rängen. Alles andere würde nur dem Klub schaden", plädiert Sportdirektor Oliver Kreuzer an die Vernunft der schwarz-weißen Anhängerschaft. Es soll eine schöne Übergabe werden. "Und die Mannschaft wird eine Runde im Stadion drehen", sagt Kreuzer.
Bei einem Platzsturm drohen Sturm wahrlich drakonische Strafen. Zwei bis drei "Geisterspiele" in der neuen Saison sind neben einer hohen Geldstrafe wahrscheinlich. "Die Bundesliga wird knallhart durchgreifen, weil es bei uns schon Vorfälle gegeben hat", erklärt Kreuzer.
Zäune und 300 Ordner
Sturms Sicherheitschef, Bruno Hütter, geht auf Nummer sicher, lässt zusätzliche Zäune rund um das Spielfeld aufstellen, die Ordner werden zahlenmäßig auf 300 Mann aufgestockt, zusätzlich werden Spieler-Botschaften über die Video-Wall flimmern. Im Falle, dass Unverbesserliche sich nicht an die Regeln halten, findet die Übergabe des Meistertellers in den Katakomben des Stadions statt, uneinsehbar für alle Besucher. "Wir hoffen, dass es nicht so weit kommt", sagt Sturm-Präsident Gerald Stockenhuber.
Trotz des mäßigen Spiels in Wiener Neustadt herrscht innerhalb der Mannschaft Optimismus. "Das Spiel in Neustadt war nicht gut, aber mit dem Hochgefühl des Sieges werden wir gegen Innsbruck besser auftreten. Wir lassen uns den Titel nicht mehr nehmen", sagt Kreuzer.























