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    Zuletzt aktualisiert: 19.05.2011 um 15:45 UhrKommentare

    Neukirchner: "Es war die perfekte Saison"

    Günther Neukirchner spricht im kleine.at-Interview über seine Beziehung zu Sturm, ein Interview mit Kult-Status und die einzige Position, auf der er nie gespielt hat.

    Günther Neukirchner: "Sturm wird Meister"

    Foto © KLZ | Jürgen FuchsGünther Neukirchner: "Sturm wird Meister"

    Günther Neukirchner - eine Sturm-Legende. Nur Mario Haas brachte es auf mehr Einsätze bei den Blackies. Der Steirer verbrachte fast seine gesamte Karriere beim SK Sturm und ist den Schwarzen bis heute treu.

    Zwölf Jahre ist es her, dass du mit Sturm den letzten Meistertitel gefeiert hast. Was machst du heute?

    Günther Neukirchner: Ich bin Lehrer an der Sportmittelschule Graz-Bruckner mit dem Schwerpunkt Fußball und Co-Trainer bei den Sturm-Amateuren gemeinsam mit Christian Peintinger. Dazu mache ich auch noch Individualtraining. Da konzentriere ich mich natürlich auf den defensiven Bereich.

    Dabei hast du deine Karriere eigentlich als Stürmer begonnen.

    Neukirchner: Richtig. Aber ich habe im Lauf der Zeit fast alle Positionen abgedeckt. Außer die des Torwarts. Das ärgert mich heute noch (lacht). Begonnen habe ich als Stürmer unter Gustl Starek. Unter Djuricic war ich dann offensiver Mittelfelder und unter Osim bin ich ins defensive Mittelfeld gerückt. Bis unser damaliger Libero (Andrej Tschernischow, Anm.) vor dem Europa Cup-Spiel gegen Slavia Prag ausgefallen ist. Osim hat mich damals als Libero aufgestellt und das hat auch ganz gut funktioniert.

    Es hatte also nichts damit zu tun, dass du keine Tore geschossen hast?

    Neukirchner: Nein, eigentlich nicht (lacht).

    Ich wollte vor der Ära Osim schon weg von Sturm, war mit Oberwart einig. Aber Kartnig hat das verhindert, dafür bin ich ihm heute noch dankbar. Allerdings hatte ich damals neben dem Fußballer-Dasein noch einen anderen Job, konnte also nur halbtags trainieren. Deshalb hat sich Osim schwer getan, mich fix aufzustellen. So bin ich letztlich in der Verteidigung gelandet. Profi war ich erst wieder im Jahr 1996. Zwei Jahre später war ich Meister und Nationalteam-Spieler.

    Deine Nationalteam-Ära hat ein plötzliches Ende genommen. Was ist damals genau vorgefallen?

    Neukirchner: Wir hatten ein Qualifikationsspiel gegen Israel vor uns. Die Lage war dort aber eher beunruhigend. Otto Baric, unser damaliger Coach, hat uns in einer Besprechung gesagt, wir sollen uns überlegen, ob wir dort wirklich hin wollen. Auch Beppo Mauhart (ehemaliger ÖFB-Präsident, Anm.) hat uns freigestellt, ob wir mitfahren wollen. Konsequenzen sollte es keine geben. Ich habe nach einer letzten Besprechung beschlossen, nicht mitzufahren. Und auf einmal gab es doch Konsequenzen, wir wurden quasi als Vaterlandsverräter hingestellt und das war dann nicht schön. Wenn ich das im Vorfeld gewusst hätte, wäre das ja kein Problem gewesen, aber so... Auch im Stadion sind wir immer wieder beschimpft worden. Ich habe im Jahr darauf sicher nicht meine beste Leistung abrufen können.

    Weißt du, was man findet, wenn man deinen Namen bei Google eingibt?

    Zitiert

    "Ich habe mich selbst geschreckt, als ich das Interview dann im TV gesehen habe."

    Neukirchner: Ein Interview vielleicht? (lacht)

    Ja, ein "Premiere"-Interview, das Kult-Status erreicht hat. Ich sage nur: "Des is die nächste deppate Frog!"

    Neukirchner: Ich habe mich selbst geschreckt, als ich das im TV gesehen habe. Heute würde ich gelassener reagieren, aber ich stehe dazu. Damals habe ich mir aber bei einigen Fragen von Journalisten gedacht, was das soll. Der hatte immerhin 90 Minuten Zeit, sich einige Fragen zu überlegen. Schließlich leben nicht nur wir von den Journalisten, sondern ihr Journalisten auch von uns. Und man merkt es einfach, wenn sich jemand nicht mit der Materie auseinandersetzt und nur oberflächliche Fragen stellt. Die Sache ist aber mittlerweile aus der Welt. Soweit ich weiß, hat es damals sogar etwas bewirkt bei "Premiere". Und dieses Interview findet heute bei Rhetorik-Seminaren Anwendung.

    Hast du Anregungen, wie Journalisten ihre Sache besser machen können?

    Neukirchner: Ich finde, die Deutschen machen das sehr gut. Vielleicht müssen die dort eine Trainerausbildung machen, um Einblick zu bekommen. Auf jeden Fall muss man den Fußball professionell präsentieren, denn da geht es um Sponsoren und um Zuseher.

    Welche Erinnerungen hast du an die Meisterjahre?

    Zitiert

    "Ich weiß schon, dass viele über den Kartnig schimpfen, aber das hat nur er geschafft."

    Neukirchner: Ein Drehbuch hätte man nicht besser schreiben können. Die drei Jahre vor dem ersten Titel ist es kontinuierlich bergauf gegangen. Dann wurde das neue Stadion fertig, ein Schmuckstück, und dann läuft es vom ersten Spiel weg perfekt für uns. Dann werden wir auch noch fünf Runden vor dem Saisonende Meister. Damals hat alles gestimmt. Spiele zu absolvieren, wo du weißt, dass du schon Meister bist, die kannst du einfach in vollen Zügen genießen. Das letzte Spiel ist mir noch besonders gut in Erinnerung. Unsere bunten Frisuren, die Stimmung, der Siegeszug vom Stadion zum Hauptplatz. Ich weiß schon, dass viele über den Kartnig schimpfen, aber das hat nur er geschafft.

    Im zweiten Jahr war es bedeutend schwerer. Die Gegner haben uns nicht mehr unterschätzt, aber wir haben den Titel trotzdem verteidigt.

    Heuer ist der Titel wieder in Reichweite. Warum kann Franco Foda die alljährlichen Abgänge immer so gut kompensieren?

    Zitiert

    "Es ist traurig, dass eine Mannschaft wie Salzburg diesen Minimalisten-Fußball bietet und damit auch noch um den Titel mitspielt."

    Neukirchner: Das funktioniert nur, weil Franco Foda ein akribischer Arbeiter ist. Er hat ein Konzept und setzt das perfekt um. Außerdem hat sich Sturm heuer gut verstärkt. Mit Szabics, Burgstaller, Wolf oder Standfest sind erfahrene Spieler nach Graz gekommen, die für die Mannschaft sehr wichtig sind. Franco hat es geschafft, diese Spieler zu einem Kollektiv zu formen. Man muss aber auch erwähnen, das heuer alle Teams in der Bundesliga geschwächelt haben. Es ist traurig, dass eine Mannschaft wie Salzburg diesen Minimalisten-Fußball bietet und damit auch noch um den Titel mitspielt. Und natürlich hat Sturm die schwersten Spiele bereits hinter sich.

    Wie sieht die Tabelle am Ende der Saison aus?

    Neukirchner: Sturm wird Meister, Salzburg wird Zweiter, die Austria Dritter.

    Welche Wünsche hast du für die Zukunft?

    Neukirchner: Wünsche gibt es immer. Es wird bald Gespräche geben, bei denen sich entscheiden wird, ob ich bei Sturm bleibe. Mir gefällt die Arbeit hier. Auch im Nachwuchs kann man sehr professionell arbeiten. Es ist schön, wenn man junge Spieler formen kann und sieht, wie sie sich entwickeln.

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    Der SK Sturm greift nach dem dritten Meistertitel. In unserer neuen Online-Serie "Erinnerungen in Schwarz-Weiß" werden wir auf www.kleinezeitung.at/sturm in regelmäßigen Abständen Sturm-Kicker der Meisterjahre zu Wort kommen lassen.

    Fakten zur Person

    Günther Neukirchner, geboren am 2. Dezember 1971 in Grambach, war von 1989 bis 2006 Profi beim SK Sturm und brachte es auf 426 Einsätze.

    Heute ist er Lehrer und Trainer. Er coacht gemeinsam mit Christian Peintinger die Sturm-Amateure.

    Foto

    Foto © GEPA

    Bild vergrößernVereinstreue hat einen Namen: Günther Neukirchner Foto © GEPA

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      SK Sturm Graz

      Präsident: Christian Jauk
      Trainer: Darko Milanic
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      Größte Kluberfolge

      Meister: 1998, 1999, 2011
      ÖFB-Cupsieger: 1996, 1997, 1999, 2010
      Supercupsieger: 1996, 1998, 1999
      CL-Teilnahme: 98/99, 99/2000, 2000/01

       

      Toto

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      Ergebnisse 42. Runde vom 19.10.2014, alle Angaben ohne Gewähr.

      Fußball-Specials

       


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