Szabics jubelt nach 2786 Tagen - Sturm bleibt vorne
h Verfolger Wacker Innsbruck konnte Spitzenreiter Sturm nicht aufhalten. Die Grazer siegten 2:0, Imre Szabics traf erstmals seit 2003 wieder in Graz.

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Für Statistiker: Exakt 2786 Tage hat es gedauert, bis Imre Szabics wieder vor eigenem Publikum über einen Treffer jubeln durfte. Als der Ungar das letzte Mal für Sturm in Liebenau ein Tor erzielte, war noch vieles anders. Es war am 15. März 2003, als Szabics die Schwarz-Weißen in der 83. Minute gegen die Admira zum 2:1-Sieg schoss. Die UPC Arena hieß damals noch Schwarzenegger-Stadion, auf den Tribünen verloren sich gerade einmal 4690 Fans und Sturm war Dritter. Am Samstag traf Szabics erstmals seit seiner Heimkehr wieder in Graz. Diesmal war das Stadion ausverkauft, Sturm Tabellenführer und mit Innsbruck war der erste Verfolger angereist - die Bezeichnung Spitzenspiel war gerechtfertigt. Doch bis Szabics die Seinen auf die Siegesstraße brachte, dauerte es 61 Minuten. Und statt eines Spitzenspiels sahen die 15.400 Sturm-Fans ein Geduldsspiel. Die Grazer waren bemüht, die Innsbrucker hielten dagegen. Andreas Hölzl war nach einer Viertelstunde der Erste, der zumindest versuchte, das Tor der Tiroler zu treffen. Der Schuss ging über die Latte.
Tausendfacher Torschrei
Die Gäste wollten da nicht hintanstehen und probierten in der 24. Minute, es den Grazern gleichzutun. Marcel Schreter versetzte Timo Perthel, Miran Burgic lauerte in der Mitte. Auch sein Schuss fand nicht ins Tor. Das war's. Bis zur 44. Minute. Szabics hatte seinen ersten gefährlichen Auftritt. Nach einer Flanke von Joachim Standfest war er mit dem Kopf zur Stelle. Der Torschrei hallte bereits tausendfach durch die Arena, aber Tirols guter Torhüter Pascal Grünwald hatte irgendwie die Finger noch am Ball, und so tänzelte das Spielgerät die Torlinie entlang, anstatt sie zu überrollen.
In der 61. Minute dann die Erlösung. Weber schickte Szabics auf Reisen und der überhob Grünwald zum 1:0 - ein sehenswerter Treffer. Vor allem aber ein Tor, das vorentscheidend war. Innsbruck wirkte angezählt. Ein Eindruck, der nicht täuschte. Und so kam in der 82. Minute das endgültige K. o. für die Gäste.
Für Nostalgiker
Szabics legte auf für seinen Sturmpartner Roman Kienast, der sich über seinen zehnten Saisontreffer freute. Für Nostalgiker: Am 15. März 2003 hieß Szabics' Kompagnon im Angriff noch Charles Amoah und war nicht annähernd so gefährlich wie der baumlange Wiener Kienast. Sturm bleibt mit dem achten Sieg im zwölften Spiel Tabellenführer. Für Statistiker, Nostalgiker und Optimisten: Acht Siege in zwölf Spielen gelangen Sturm zuletzt 1998. Was folgte, war der zweite und bislang letzte Meistertitel der Klubgeschichte...
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Fakten
SK Sturm Graz - FC Wacker Innsbruck Endstand 2:0 (0:0)
Graz, UPC-Arena, 15.400 (ausverkauft), SR Drabek.
Torfolge: 1:0 (61.) Szabics, 2:0 (82.) Kienast
Sturm: Cavlina - Standfest, Schildenfeld, Burgstaller, Perthel - Hölzl (71. Ehrenreich), Kienzl, Weber, Klem - Kienast (83. Haas), Szabics (88. Mevoungou)
Innsbruck: P. Grünwald - Harding (83. Bammer), Bea, Pichler, Hauser - Koch, Abraham, Prokopic, Öbster (58. Perstaller) - Burgic, Schreter
Gelbe Karten: Szabics bzw. Hauser
Die Besten: Klem, Szabics, Hölzl bzw. Abraham, Grünwald


























