Zwischen Ärger und Hoffnung
Mario Haas und Samir Muratovic sind bei Sturm nicht erste Wahl. Das kann sich schon bald wieder ändern.

Foto © APA
Ein verdienter 2:0-Sieg über Salzburg im Cup, ein nie gefährdeter 3:0-Erfolg in Kärnten. Einen besseren Frühjahrsstart hätte Sturm nicht hinlegen können. Fünf Tore, kein Gegentreffer. Vergessen ist der Bundesliga-Herbst, als die Grazer sechs Spiele in Serie nicht gewinnen konnten. Vergessen ist die Phase, als die wenigen noch vorhandenen Angreifer den Ball nur selten im gegnerischen Tor unterbringen konnten. Vergessen ist die Zeit, als sich die Mannschaft aufgrund der vielen Verletzten praktisch von selbst aufstellte.
Der Verdrängungswettbewerb hat begonnen - zumindest in der Offensiv- und Kreativabteilung. Zwei prominente "Opfer" hat der interne Wettkampf vorerst gefordert. Mario Haas und Samir Muratovic. Die beiden Routiniers stehen derzeit im Abseits. Ein Problem, dass man bei Sturm nicht kennt und gerne als Luxusproblem verkauft. Alltag bei Klubs, deren Kader 25 und mehr Spieler zählt.
Ist die Zeit des pfeilschnellen, schwarz-weißen Urgesteins Haas und dem Kreativ-Virtuosen Muratovic etwa vorbei? "Auf keinen Fall. Ich brauche immer alle Spieler", sagt Franco Foda und ergänzt: "Natürlich ist es unangenehm. Entscheidest du dich für einen, entscheidest du dich gleichzeitig gegen einen anderen."
Während Haas in beiden Spielen zumindest auf der Ersatzbank Platz nehmen hat dürfen, musste Muratovic stets auf die Tribüne. "Ich verstehe das nicht. Ich habe jede Minute gut trainiert, fühle mich topfit und bin dann nicht im Kader", sagt ein enttäuschter und verärgerter Muratovic. Der Bosnier hat seine Teamkarriere "nur deshalb beendet, um mich ganz auf Sturm konzentrieren zu können. Und jetzt das". Foda wiederum sagt, dass "alle Spieler die Chance haben, sich im Training aufzudrängen". Und der Kader fürs Mattersburg-Spiel könnte schon wieder ganz anders aussehen, nicht nur wegen der Sperre von Beichler. Und zum Fall Haas sagt Foda: "Mario war lange verletzt. Er wird von Tag zu Tag besser. Ich weiß, dass der Junge brennt." Haas selbst sagt: "Ich bin fit und gut drauf." Solange der positive Trend bei Sturm anhält, werden beide Routiniers um die Rückkehr in die Mannschaft hart kämpfen müssen. Die Qualität eines Spielers zeigt sich aber auch dann, wenn er bereit ist, wenn er gebraucht wird. Die Beispiele Ferdinand Feldhofer und Christian Klem zeigen es.























