Stürmer Beichler: "Geht noch einiges nach oben"
Nach dem geschafften Aufstieg in die Gruppenphase der Fußball-Europa-League will der SK Sturm Graz am Sonntag auch in der Meisterschaft im Auswärtsspiel bei der SV Ried überzeugen.

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Für die Tore soll wie auf internationaler Ebene Daniel Beichler sorgen, der 20-jährige Stürmer, der Metalist Charkiw mit seinen zwei Treffern im Alleingang aus dem Bewerb geschossen hat, befindet sich derzeit in Topform. "Ich bin erst 20, da geht sicher noch einiges nach oben", betonte Beichler im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.
Der Jungteamspieler arbeitet in jedem Training unter Chefcoach Franco Foda an der Verbesserung seiner Schwächen sowie Forcierung seiner Stärken. "Der Jakob (Jantscher, Anm.) und ich pushen uns im Training immer gegenseitig", sagte Beichler. Der Erfolg kann sich sehen lassen, die beiden "Zwillinge" haben in jungen Jahren schon den Sprung ins A-Team (WM-Quali am 5. September gegen Färöer in Graz und 9. September gegen Rumänien in Bukarest) geschafft. Und beide geben sich mit dem Erreichten keinesfalls zufrieden. "Wir haben beide noch Entwicklungspotenzial, müssen noch viel konstanter in unseren Leistungen werden. Aber das wird mit der Zeit kommen", meinte Beichler.
"Nichts Einmaliges"
Durch den Aufstieg in die Europa League ("Ich glaube man kann nicht davon ausgehen, dass man jetzt jedes Jahr in der Gruppenphase spielen kann. Wir haben nichts Einmaliges geleistet, aber etwas was vielleicht nicht allzu oft vorkommt.") steht das Duo auch auf Clubebene in zumindest sechs weiteren Spielen in der internationalen Auslage. "Es ist einfach wichtig, dass man sieht, was im Vergleich zu einer absolut großen Liga noch fehlt, wo noch die Schwächen sind", erklärte Beichler.
Die Europacupspiele seien etwas ganz Anderes wie Partien in der heimischen Bundesliga. "Das haben wir in Charkiw miterlebt. Und es wird auf jeden Fall nicht schlechter werden. Es werden die Stadien noch größer und es wird noch mehr Enthusiasmus geben", freut sich der Steirer schon auf die Auftritte in Athen, Istanbul und Bukarest. "Und uns liegt die Rolle des Underdogs. Wir werden uns in jedem Spiel zerreißen und schauen, was herauskommt. Vielleicht überwintern wir ja im Europacup", kündigte der Offensivspieler weitere Überraschungen wie in der Ukraine an.
Fokus Meisterschaft
Der Hauptblick des Angreifers ist aber auf die Meisterschaft gerichtet. "Wir müssen einfach so ehrlich sein und sagen, dass wir den Europacup nicht gewinnen werden und so müssen wir schauen, dass wir in der Meisterschaft unter die Top-3 kommen, damit wir im nächsten Jahr bei solchen Spielen wieder dabei sein können", hat für Beichler die Bundesliga die höchste Priorität.
Dort erwartet der einfache ÖFB-Teamspieler ein offenes Rennen zwischen den vier Topteams Salzburg, Rapid, Austria und Sturm, die allesamt in der Europa-League-Gruppenphase engagiert sind. "Die Top-4-Teams haben jetzt die Doppelbelastung, es wird also keine Ausreden geben. Trotzdem glaube ich nicht, dass eines der anderen Teams hinaufkommt", sagte Sturms Nummer 28.
Der Europa-League-Quali-Matchwinner fühlt sich in Graz sehr wohl und denkt daher derzeit nicht an einen Wechsel. "Ich will mich ins Rampenlicht spielen, aber nicht dahingehend, dass man sagt, jetzt kann man zu einem anderen Club wechseln", sagte Beichler. Mit einer Vertragsverlängerung bei den "Blackies" hat sich Beichler aber auch noch nicht beschäftigt. "Das drängt jetzt sicher nicht", betonte Beichler. Immerhin haben die Grazer, die an einer baldigen Verlängerung interessiert sind, eine einjährige Option im im Sommer auslaufenden Vertrag inkludiert.
Ins Ausland
Sollte Beichler seine Form halten, wird der quirlige Offensivspieler aber nicht allzu lange in Graz zu halten sein. Das halbjährige Gastspiel beim damaligen italienischen Serie-A-Club Reggina im Frühjahr 2007 soll nur der Anfang einer internationalen Karriere gewesen sein. "Mein Ziel ist ganz klar das Ausland, man kann sich dort einfach besser weiterentwickeln, sportlich wie finanziell, da mache ich keinen Hehl daraus und es ist nun einmal unser Beruf", verriet Beichler. "Dass hat nichts damit zu tun, dass mir Sturm nicht am Herzen liegt, aber ich will den Sprung einfach schaffen", fügte Beichler hinzu.
Am Sonntag in Ried absolviert der in dieser Saison in allen vier Meisterschaftsspielen in der Startformation gestandene Beichler sein 40. Bundesligaspiel und jagt seinem 13. Treffer (bisher zwei in der laufenden Saison) nach. "Auch wenn es sich vielleicht nach der Europa-League-Auslosung für manche dumm anhört, aber die Meisterschaft ist das tägliche Brot, die volle Konzentration gilt dem Spiel in Ried", strich Beichler einmal mehr die Wichtigkeit des Sonntagspiels hervor.
























