Mario Kienzl: "Vom Luftikuss zum Profi"
Trainer-Lob für Mario Kienzl. Der Sturmspieler hat sich gut entwickelt. Am Sonntag (15.30 Uhr) gegen Kärnten zählt für die Grazer nur ein Sieg.

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Er hat ein gutes Spielverständnis, spult in jeder Partie etliche Kilometer ab, ist ballsicher und versteht, den gefährlichen oft entscheidenden Pass zu geben. Mario Kienzl hat sich in den vergangenen drei Jahren bei Sturm Graz vom Kader- zum Stammspieler gearbeitet und schaffte den Sprung ins österreichische Nationalteam. Der Mittelfeldspieler ist ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft. "Er hat sich vom Luftikuss zum Profi entwickelt", sagt Sturm-Trainer Franco Foda und meint damit, dass der 25-Jährige fleißig an sich gearbeitet hat.
Effizienter. Fleißig war Kienzl auch im Rapid-Match vor einer Woche. 13,8 Kilometer hat er im Hanappi-Stadion zurück gelegt - so viele wie kein anderer in dieser Begegnung. "Ivica Osim hat mir diese Woche beim Training folgendes gesagt: Vielleicht solltest du nicht so viel laufen, effizienter spielen und mehr Tore machen", erzählt Kienzl, der weiß, wie es sein ehemaliger Trainer gemeint hat.
Schwarzer gegen Roten. Tore schießen ist wahrlich nicht Kienzls Lieblingsbeschäftigung. In der laufenden Saison hat er drei Treffer erzielt, zwei davon gegen Austria Kärnten. Die Erklärung, warum es ausgerechnet gegen die Kärntner mit Toren klappt, ist einfach. "Der ehemalige Rote Andreas Schranz hat einmal gesagt, es ist besonders schön gegen Sturm zu gewinnen. Ich sage: Als Erz-Schwarzer ist es doppelt schön, gegen einen Roten zu treffen", sagt "Kienzi".
Selbstvertrauen. Ob er heute gegen Kärnten trifft, oder nicht, ist dem Grazer "ziemlich egal. Wichtig ist dass wir gewinnen". Ein Sieg ist auch notwendig, will Sturm im Kampf um Platz drei an der Wiener Austria dran bleiben. Die "Veilchen" haben gestern die Kapfenberger mit 2:1 besiegt. Die Grazer strotzen nach dem 1:0-Sieg bei Rapid voller Selbstvertrauen. "Wir wollen nun im Heimspiel nachlegen", erklärte Foda. Andreas Hölzl und Samir Muratovic stehen dem Trainer wieder zur Verfügung. Beide werden voraussichtlich auch beginnen.
Luft ist draußen. Sturm ist hoch motiviert. Bei Kärnten hingegen scheint die Luft draußen zu sein. "Wir spielen die Meisterschaft nur noch zu Ende", umriss Trainer Frenkie Schinkels, der in Graz auf die verletzten Junuzovic, Sandro und Chiquinho verzichten muss, die Situation unmissverständlich. Acht Spieler, darunter Leistungsträger wie die ÖFB-Teamspieler Weber, Junuzovic oder Ortlechner, werden die Kärntner verlassen, Schinkels baut deshalb nur bedingt auf diese Akteure. Aber gerade dieser Umstand macht eine Mannschaft gefährlich. Das weiß man bei Sturm.
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Ergebnis
SK Sturm Graz - SK Austria Kärnten 0:0
Graz, UPC-Arena, 11.101, SR Grobelnik
Sturm: Gratzei - Lamotte, Feldhofer, Sonnleitner, Kandelaki - Hölzl,Kienzl, Hlinka, Jantscher (78. Scherrer) - Muratovic, Haas
Kärnten: Schranz - Hinum, Pusztai, Ortlechner, Prawda - Riedl -Bubenik, Salvatore (70. Pink), Weber, Dollinger (62. Mair) -Schumacher (74. Jagne)
Gelbe Karten: Hölzl, Jantscher bzw. Riedl, Hinum, Pink
Die Besten: Hlinka, Kienzl bzw. Prawda, Weber
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Franco FodaFoto © GEPA
Tabelle
1. Red Bull Salzburg
2. Rapid Wien
3. FK Austria Wien
4. Sturm Graz
5. SV Josko Ried
6. SK Austria Kärnten
7. LASK Linz
8. Kapfenberger SV Superfund
9. SV Mattersburg
10. SCR Altach
























