Sturm Graz feierte Überraschungssieg in Wien
Haas-Tor fixierte die erste Heimpleite seit 1.Dezember 2007. Für die Wiener ist der Titel trotz mehr als 45-minütiger Überzahl in weite Ferne gerückt.

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Die erfolgreiche Titelverteidigung ist für Rapid in weite Ferne gerückt. Der Fußball-Rekordmeister musste sich am Sonntag zum Abschluss der 29. Bundesliga-Runde daheim Sturm Graz 0:1 (0:1) geschlagen geben und weist damit sieben Partien vor Schluss acht Punkte Rückstand auf Tabellenführer Salzburg auf. Im ausverkauften Hanappi-Stadion gelang Sturm-Routinier Haas in der 37. Minute der entscheidende Treffer für die cleveren Steirer, den ideenlosen Rapidlern gelang trotz mehr als 45-minütiger Überzahl (unberechtigtes Rot für Hassler/43.) nicht mehr der Ausgleich.
Kompakt. Damit hat Rapid erstmals seit 1. Dezember 2007 (1:3 gegen Salzburg) wieder daheim verloren, seitdem war Grün-Weiß 21 Mal in Folge unbesiegt geblieben. Die Partie begann vor den Augen von Teamchef Constantini mit einem Paukenschlag, bereits nach 20 Sekunden musste Sturm-Goalie Gratzei gegen Maierhofer parieren. Die Gäste nahmen sich den Schuss vor den Bug zu Herzen und präsentierten sich danach kompakt und defensiv diszipliniert. Und bei den seltenen Offensivaktionen zeigte sich Sturm auch gefährlich, nach Haas-Flanke musste Rapid-Schlussmann Payer bei einem Jantscher-Kopfball sein ganzes Können zeigen (23.).
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Franco Foda ließ seinen Emotionen freien LaufFoto © GEPA
Konter. Im Gegensatz zum Ostersonntag 2008, an dem Rapid beim 7:0 in Salzburg nach 30 Minuten bereits 5:0 geführt hatte, tat sich die grün-weiße Offensive mit Hoffer/Maierhofer (nach Verletzung bzw. Sperre wieder dabei) diesmal sehr schwer. Nach einem Maierhofer-Schuss knapp am rechten Kreuzeck vorbei (34.) gelang Sturm, das ohne die Stützen Muratovic, Hölzl und Beichler antreten musste, per Konter die nicht unverdiente Führung. Nach herrlichem Hassler-Lochpass zog Haas allein aufs Rapid-Tor und ließ Payer keine Chance (37.). Für Haas war es das 13. Saisontor, das erste seit 13. Dezember 2008.
Rot. Wenige Minuten nach seinem Assist flog Hassler jedoch mit einer höchst kuriosen Roten Karte vom Platz. Schiedsrichter Gangl wollte nach Foul von Eder an Hassler eine Tätlichkeit des Offensivspielers erkannt haben (43.). Mit dieser Ansicht stand Gangl jedoch recht alleine im Hanappi-Stadion, denn nicht einmal der beteiligte Gegenspieler Eder hatte Anzeichen einer erlittenen Tätlichkeit erkennen lassen. Den folgenden Freistoß von Haas parierte Payer mit Mühe (44.).
Chancen. Die Rapid-Fans erhofften sich für die zweiten 45 Minuten ein Angriffsfurioso ihres Teams, doch Sturm machte den Hütteldorfern das Leben auch in Unterzahl sehr schwer. Jantscher visierte aus 20 Metern das Kreuzeck und das 2:0 an, doch Payer rettete bravourös (54.). Nach rund einer Stunde erhöhte Rapid die Schlagzahl, ein Treffer von Maierhofer wurde zurecht wegen Abseits aberkannt (63.). Der für den angeschlagenen Hoffer eingewechselte Jelavic (61., 68., 78.,, 85., 89.) und Drazan (74.) fanden Halbchancen vor, bei einem Schuss von Maierhofer zeichnete sich Gratzei aus (88.). In der Nachspielzeit rettete Kandelaki vor Trimmel (92.). Sturm wurde noch durch Lamotte (77.) und Hlinka (78.) gefährlich und freute sich ausgerechnet im Hanappi und noch dazu in Unterzahl über den ersten Auswärtserfolg seit 12. November 2008 (3:0 gegen den LASK).
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"Mich freut es, dass ausgerechnet Haas das Tor gemacht hat, denn er hat im Frühjahr schon sehr viele Chancen vergeben. Wir haben uns auch in Unterzahl taktisch hervorragend verhalten und die besseren Chancen gehabt."
Franco Foda
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Ergebnis
SK Puntigamer Sturm Graz 0:1
Wien, Gerhard-Hanappi-Stadion, 17.500 (ausverkauft), SR Gangl
Tor: 0:1 (37.) Haas
Rapid: Payer - Dober, Eder (84. Trimmel), Patocka, Thonhofer -Hofmann, Pehlivan, Boskovic, Kavlak (54. Drazan) - Maierhofer, Hoffer(55. Jelavic)
Sturm: Gratzei - Schaschiaschwili, Feldhofer, Sonnleitner, Kandelaki- Lamotte, Hlinka, Kienzl, Jantscher (89. Scherrer) - Hassler - Haas(67. Kaufmann)
Rote Karte: Hassler (43., Tätlichkeit)
Gelbe Karten: Eder, Patocka, Maierhofer bzw. Hlinka, Haas, Gratzei
Die besten Spieler: Payer, Thonhofer bzw. Haas, Jantscher,Feldhofer, Gratzei
























