Eine Baustelle in der Verlängerung
Fast vier Jahre nach der offiziellen Eröffnung und drei Jahre nach der Fußball-Europameisterschaft wird das Klagenfurter Stadion fertiggebaut - vielleicht. Denn noch sind viele wichtige Fragen zur Zukunft der Arena offen.

Foto © Big Shot/KrugArchitektonisch ist das Stadion ein Volltreffer. Versagt hat jedoch die Politik
Etwa 20 Jahre wurde an der Cheopspyramide in Ägypten gebaut. Immerhin schon siebeneinhalb Jahre wird - inklusive Ausschreibung - am Klagenfurter Stadion gearbeitet. Während die Bauarbeiten an der Cheopspyramide abgeschlossen sind, gehen sie im Fußballstadion wieder los. Dieses soll, fast vier Jahre nach seiner offiziellen Eröffnung und drei Jahre nach der Europameisterschaft, zu einer Multifunktionsarena mit 32.000 Sitzplätzen werden.
Soll. Denn erst muss die Stadt einen neuen Baubescheid zustande bringen. Angesichts vehementer Widerstände vieler Anrainer ein Vorhaben mit offenem Ausgang. Zudem hängt über dem Stadion noch ein Damoklesschwert: der 30. Juni 2011. Bis dahin hätte laut Baubescheid aus dem Jahr 2005 mit dem Rückbau begonnen werden müssen. "Da das nicht geschehen ist, ist das Stadion ab 1. Juli ein Schwarzbau, in dem gar nichts stattfinden darf", sagt Frank Frey, Landesparteisekretär der Grünen. "Stimmt nicht. Fußballspiele im Basisstadion sind auch nach dem 30. Juni möglich", heißt es hingegen von der Stadt.















