Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
19. Juni 2013 02:53 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Cupfinale für fünf Jahre in Klagenfurt Nicht für alle war Platz Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Klagenfurter Stadion Nächster Artikel Cupfinale für fünf Jahre in Klagenfurt Nicht für alle war Platz
Zuletzt aktualisiert: 31.12.2010 um 17:10 UhrKommentare

Schuld war die Politik

So schnell, wie er da war, war er wieder weg. Mario Canori, der Präsident von Austria Kärnten. Die Kleine Zeitung wirft einen Blick zurück.

Mario Canori

Foto © GEPAMario Canori

Den Geruch des Fußballs hat er nie gekannt. Mario Canori kam zum Präsidentenamt bei Austria Kärnten wie die Jungfrau zum Kind. Jörg Haider hatte seinen Parteifreund dorthin gesetzt, als er das vermeintliche Fußballkunstwerk mit den von den Bayern überwiesenen Hypomillionen aus dem Hut zauberte, aus Pasching über Nacht Austria Kärnten wurde. Warum er den Präsidentenjob annahm, obwohl er, wie er selbst sarkastisch anmerkte, das Wort Fußball nicht einmal buchstabieren konnte? "Ich wollte meinen gesellschaftlichen Beitrag leisten und mithelfen, das EM-Stadion mit Leben zu erfüllen"; stellte Canori klar. Ein hehrer Plan, der, wie man weiß, drei Jahre später mit einem großen Fiasko endete. Sowohl sportlich als auch wirtschaftlich. Ende Mai musste Canori den Konkursantrag einbringen. Seither hat er kein einziges Fußballspiel mehr besucht.

Das Prozedere ist gleich geblieben. Vor einem Klagenfurter Innenstadtcafé parkt fast jeden Tag um die Mittagszeit ein schwarzer Porsche und an der Theke steht er - Mario Canori. So gefragt, wie er einmal war, ist er nicht mehr. Als er noch als Präsident der Austria dort auftauchte, klingelte pausenlos das Telefon. Unter 50 Anrufen in Sachen Fußball pro Tag, erzählt er, ging es kaum. Der ehemalige Klagenfurter Vizebürgermeister genoss es, im Mittelpunkt zu stehen. Neu war: Mit Canori gab es einen Fußballpräsidenten, der im Gegensatz zu seinen meisten Kollegen zwei Sätze unfallfrei aneinanderreihen konnte. Es sei eine spannende und lehrreiche Phase gewesen, meinte er rückblickend über die drei Jahre. Persönliche Schuldgefühle hat der stets selbstbewusst Auftretende, weniger Wohlmeinende würden möglicherweise auch arrogant sagen, angesichts des Scheiterns nicht. Seine mangelnde Fußballkompetenz wäre ja durch Walter Schachner und Frenkie Schinkels abgedeckt gewesen. Möglich, dass er vor allem Schinkels zu lange vertraut hätte, räumt er immerhin ein. Dass ausgerechnet er als Mann der Wirtschaft den Verein in die Insolvenz führte, irritiert ihn ein halbes Jahr später nicht. Der Grund dafür sei einfach: Der Klub wäre von den Mühlsteinen der Politik aufgerieben worden.

Fußball braucht Unterstützung

Canori bleibt auch heute dabei, dass Spitzenfußball in Kärnten, wie auch in den anderen Bundesländern, nur mit öffentlicher Unterstützung bzw. jener von halbstaatlichen Firmen möglich ist. Das zeige sich allein schon am neuen Klagenfurter Regionalligaklub. Die Rettung seiner Austria Kärnten, ist Canori überzeugt, wäre auf Sicht billiger gekommen als die Unterstützung der Austria Klagenfurt. Was im Sommer passiert ist, wäre die brutalste Geldvernichtung gewesen, schimpft er. Der Haiderklub hätte in der zweithöchsten Spielklasse weitermachen, TV-Gelder und für manche Spieler Ablösesummen kassieren können.

Für den ehemaligen Politiker ist Austria Klagenfurt genauso zum Scheitern verurteilt. Das wäre nur eine Frage der Zeit, ist der Ex-Präsident überzeugt. Fast eine Million hat die Stadt bereits zuschießen müssen. Dabei ist es gar nicht so lange her, dass Matthias Reichhold, der Vorsitzende des Austria-Aufsichtsrates, erklärte, der Klub hätte weniger ausgegeben als geplant.

Wenige Wochen später musste die Stadt erneut 150.000 Euro überweisen. Der SAK, wie die Austria der Regionalliga zughörig, wurde von der Stadt anlässlich des 40. Geburtstags mit einigen Fußbällen und der Verleihung des Stadtwappens abgespeist. Ein Hohn angesichts dessen, was dem Lokalrivalen hineingeschoben wird.


Steirischer Fußball

Alle steirischen Tabellen & Statistiken I Foto: Buttolia - Fotolia.com

Alle Tabellen, Ergebnisse und Statistiken von mehr als 30 Ligen, über 400 Teams und 5.000 Spiele! Mit der Kleinen Zeitung entgeht Ihnen in Sachen steirischer Fußball nichts mehr!



Fußball-Fotoserien

U21-EM-Finale: Spanien schlägt Italien 

U21-EM-Finale: Spanien schlägt Italien

 

tipp3-Bundesliga

 

Toto

1 1 2 2 3 X 4 1 5 X 6 X 7 1 8 X 9 1 10 1 11 2 12 1

Ergebnisse 24. Runde vom 16.06.2013, alle Angaben ohne Gewähr.

Fußball-Specials

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang