Dezimierter SAK schaffte die Sensation
Mit nur acht Feldspielern schlug der SAK den LASK mit 1:0. Die Austria blamierte sich im Derby. Auswärtssieg für den VSV.

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Franz Wieser, einer der zwei SAK-Präsidenten, brachte nach dem Schlusspfiff des eher zum prominenten Gegner aus Linz tendierenden steirischen Schiedsrichters Christian-Petru Ciochirca nur ein Wort heraus: "Unglaublich, unglaublich."
Tatsächlich war es eine Sensation, wie dieser 1:0-Sieg der Klagenfurter zustande kam. Da die SAK-Amateure, bei denen noch drei als Briefträger im Einsatz waren und viele Kilometer zurücklegten, dort durchwegs Profikicker, die im Hotel Hafnersee abstiegen und sich locker vom Hocker für das Match vorbereiten konnten.
Vom Wirtschaftlichen ganz zu schweigen: Der SAK muss mit vergleichsweise lächerlichen 300.000 Euro auskommen, während die Linzer mindestens das Fünffache an Mitteln brauchen, um den Kader durchzufüttern. Und auf der Spielwiese? Gab es kaum einen Unterschied. Zwar hatten die Gäste in den ersten 45 Minuten etwas mehr vom Spiel, doch fehlten Spielwitz, Ideen und damit auch Torchancen.
Herz und Leidenschaft
Als dann bei den Hausherren Thomas Riedl (45.) und Murat Veliu (47.) vom Feld flogen und der SAK damit nur noch acht Feldspieler auf dem Platz hatte, schien die Wende geebnet. Mitnichten: Die Klagenfurter zeigten Herz und Leidenschaft, verteidigten geschickt und setzten einige spektakuläre Konter. Darijo Biscan (58.) traf nur die Stange, dazu gab es ein elferverdächtiges Foul an Goran Jolic. Der "Professor" avancierte dann in der 90. Minute zum umjubelten Matchwinner, als er den Ball effektvoll zum 1:0 ins Kreuzeck setzte.
Vor dem Freitag-Derby gegen Austria Klagenfurt kommt VSV auf Touren, gewann in Vöcklamarkt mit 3:0. Die Villacher zeigten sich formverbessert, wirkten nur in der Defensive noch unstabil. "Das Selbstvertrauen ist gestiegen", freute sich Trainer Günther Kronsteiner. Auch im zweiten Heimspiel schaffte Favorit Austria Klagenfurt nur ein Remis: 1:1 gegen Aufsteiger Feldkirchen. Durch Kevin Vaschauner gingen die Gäste in Führung, verteidigten lange geschickt und mussten erst nach zwei Ausschlüssen den Ausgleich durch Marc Sand (69.) hinnehmen.
Im Finish Austria-Chancen im Minutentakt, aber die Latte oder ein Verteidiger auf der Linie retteten Feldkirchen den Punkt.











