Im "Kabarett" ist Werner Lippitz der Chef
Zur Farce wurde die Neuwahl der Führung des Fußballverbandes. Werner Lippitz wurde wiedergewählt. "Das ist eine Schande für den Kärntner Fußball. Es wurde so lange gewählt, bis das Ergebnis passte."

Foto © GEPAWerner Lippitz bleibt Präsident des Kärntner Fußballverbandes
ÖFB-Präsident Leo Windtner lässt sich beim nächsten Mal wieder zu dieser Faschingssitzung einladen. "Das ist eine Schande für den Kärntner Fußball." "Es wurde so lange gewählt, bis das Ergebnis passte." Das waren nur einige Kommentare der anwesenden 143 Vereinsvertreter nach der Neuwahl der Führung des Kärntner Fußballverbandes im "Casineum" in Velden.
Die Generalversammlung begann mit einer Wahlrede der beiden vermeintlichen neuen Chefs, Werner Lippitz und Oliver Lorber - eine Einmaligkeit bei so einer Veranstaltung. Die wurde, zumindest was Lorber betrifft, zur Retourkutsche. Um seinen Posten, stellvertretender Präsident, zu ergattern, mussten die Statuten geändert werden. Doch das lehnte die Hauptversammlung in einer geheimen Abstimmung ab. Damit trat Plan B, den hatte die Wahlkommission in petto, in Kraft. In dem war für Lorber kein Platz mehr. Lippitz wurde als Präsident vorgeschlagen. Dazu Horst Nössler, Wilfried Schrott und plötzlich Walter Auer als Vizepräsidenten. Endgültig zur Farce wurde die Abstimmung über den neuen Präsidenten. Der benötigte 72 Stimmen zur Wahl. Vier Stimmenzähler sollten die von den Vereinsvertretern in die Höhe gehaltenen grünen Karten zählen. Sie kamen auf 56. Das reichte nicht.
Plötzlich meinten die vier Herren: "Wir konnten nicht richtig zählen." Es musste eine neuerliche Zählung stattfinden. Diesmal wurde der Name des Vereins aufgerufen, der Delegierte musste "Ja" oder "Nein" sagen. Da lautete das Ergebnis auf 83:59 für Werner Lippitz. Da niemand kontrollieren konnte, ob wirklich die richtigen Leute "Ja" oder "Nein" gesagt haben, ist eine Anfechtung nicht ausgeschlossen. Juristen meinten: "Da ist viel möglich."











