Stürmische Zeiten beim DSV: Pötscher nimmt den Hut
Gregor Pötscher, der Cheftrainer des DSV Leoben, verlässt den Verein. Auch abseits des Klubs sorgt die Verpflichtung von Adi Pinter für heftige Reaktionen.

Foto © GEPADSV-Trainer Gregor Pötscher (links) nimmt nach dem Pinter-Engagament den Hut
Die Wogen gingen am Mittwoch hoch, als bekannt wurde, dass der "rote Messias" Adi Pinter beim DSV als Sportdirektor und stellvertretender Präsident einsteigt. 56 Kommentare zur Geschichte gab es allein im Online-Forum der Kleinen Zeitung - fast alle negativ.
Was für den DSV noch weit schwerer wiegt, ist jedoch der persönliche Schlussstrich, den Cheftrainer Gregor Pötscher Mittwoch nach einer letzten Aussprache mit DSV-Boss Gabor Heinemann gezogen hat. Ausschlaggebend sei das von Pinter und Heinemann vorgestellte neue Gesamtpaket gewesen, sagt Pötscher. "Das jetzige Trainerteam war darin nicht entsprechend berücksichtigt. Außerdem glaube ich nicht daran, dass sich Pinter als Sportdirektor nicht einmischt und sich ruhig verhält. Das hat er noch bei keinem Klub gemacht." Wie es jetzt mit Pötscher sportlich weitergeht? "Ich habe keine Ahnung, bin selbst noch völlig fertig. Immerhin habe ich gerne hier gearbeitet und, wie ich glaube, auch einiges bewegt."
"Fertig" wirkte nach Pötschers Abgang auch Heinemann. "Ich akzeptiere seinen Schritt, verstehe ihn aber nicht", erklärte er, und fasste Pinters Engagement, wie zur Bekräftigung, noch einmal zusammen: "Ich glaube nach wie vor, dass wir mit ihm professioneller arbeiten können. Darum haben wir die Sache ja auch gemacht: als Startschuss für die nächste Generation des DSV Leoben. Das ist nichts, wofür ich mich entschuldigen werde. Mir tut nur leid, dass die Vorstellungen von Gregor und mir nicht kompatibel waren."
Die neue Marschroute
Wie geht es jetzt weiter? Co-Trainer Bernd Muhr wird auf alle Fälle das Donnerstag-Training leiten und am Freitag beim Testspiel dabei sein. "Jetzt ist es wichtig, diese Woche ordnungsgemäß rüberzubringen. Von Montag bis Mittwoch gibt es drei freie Tage zur Regeneration für die Spieler, dann werden wir entscheiden, wie es endgültig weitergeht", sagt Muhr.
Eine Zusage, dass er dem DSV zumindest in der Frühjahrssaison weiter erhalten bleibt, gibt er nicht. Es deutet allerdings einiges darauf hin. "Es würde mir schwerfallen den Verein zu verlassen. Wir haben ein sehr gutes Team, nach dem Abgang von Gregor leider um einen Mann reduziert. Ich gehe derzeit aber davon aus, dass ich bleiben werde", sagt Muhr. Am 9. März geht es in der Meisterschaft weiter. Der DSV liegt auf Platz acht der Regionalliga Mitte.














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