ÖFB-Team siegt bei Foda-DebütLouis Schaub mutiert im Team-Trikot zum Torgaranten

Louis Schaub war mit seinem späten Tor für den 2:1-Sieg gegen Uruguay mitverantwortlich. Es war sein vierter Treffer im vierten ÖFB-Einsatz in Folge.

Louis Schaub: Vier Tore in vier Spielen
Louis Schaub: Vier Tore in vier Spielen © GEPA pictures
 

So eine Quote kann man sich eigentlich nur wünschen: Louis Schaub erzielte in den letzten vier Spielen im rot-weiß-roten Teamtrikot insgesamt vier Tore. Dem Offensiv-Spieler von Rapid Wien ist es zu verdanken, dass sich Franco Foda bei seinem Einstand als ÖFB-Teamchef über ein 2:1 über Uruguay freuen durfte: Schaub zirktelte in den Schlussminuten einen als Flanke gedachten Freistoß in den Strafraum, der an Freund und Feind vorbeiging und im Uruguay-Tor landete.

Schaub gab zu: ""Das ist ein bisschen eine komische Situation, dass ich viermal hintereinander getroffen habe." Bereits in den letzten drei WM-Qualifikationsspielen gegen Georgien, Serbien und Moldawien war der 22-jährige Jungpapa erfolgreich.

Österreich-Uruguay: Die Noten

Marko Arnautovic: 2

Wenig inspiriert, in einigen Phasen sogar teilnahmslos. Strahlte kaum Gefahr für das gegnerische Tor aus. Haderte lange Zeit mehr mit sich als mit dem Gegner. Vom 28-Jährigen muss mehr kommen.

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Moritz Bauer: 4

Wie schon zuletzt zählte der rechte Außenverteidiger von Rubin Kasan zu den Aktivposten. Entwickelt sich zur fixen Größe. Kämpferisch stark, robust und sehr aktiv nach vorne. Der Stärkste.

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Julian Baumgartlinger: 2

Eine der schwächsten Partien des Kapitäns – mit einer ungewohnt schlechten Passquote. Zwar bevorzugte der Leverkusener Sicherheitspässe, aber viel zu viele Bälle landeten beim Gegner.

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Guido Burgstaller: 2

Rackerte, arbeitete und zog auch öfters kurze Sprints an, wurde dabei von den Mitspielern aber nicht wahrgenommen. Rieb sich mit Fortdauer an der gegnerischen Abwehr auf

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Kevin Danso: 3

Der 19-Jährige zeigte sich verbessert im Stellungsspiel. Mit
einigen Teilerfolgen gegen PSG- Superstar Cavani. War mehrmals zur Stelle, als es richtig gefährlich wurde.

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Aleksandar Dragovic: 3

Wieder einmal keine überzeugende Vorstellung. Es ist deutlich zu sehen, dass dem Leicester-Akteur die Spielpraxis und das Selbstvertrauen fehlen. Kämpfte sich aber ins Spiel.

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Florian Grillitsch: 3

Gute Ideen und stark in der Ballannahme, aber auch einige ungezwungene Fehler. Nach vorne aktiver als Baumgartlinger, aber er und Baumgartlinger brachten defensiv nicht die nötige Stabilität.

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Florian Kainz: 2

Ließ nur ganz am Anfang seine Dynamik aufblitzen. Wie beim 1:0, das er mit einem energievollen Vorstoß einleitete. Verzettelte sich danach in etlichen Zweikämpfen. Erzielte kaum Wirkung.

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Heinz Lindner: 3

Dem Zürich-Legionär wird weiter das Vertrauen im Tor geschenkt. Sah beim 1:1 gegen Cavani gar nicht gut aus. Wurde aber auch von seinen Vorderleuten oft im Stich gelassen.

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Marcel Sabitzer: 2

Erzielte zwar das 1:0, ansonsten kein Vergleich zu seinen spritzigen Auftritten in Leipzig. Vor allem mehrere Fersler in der ersten Hälfte direkt zum Gegenspieler sorgten für Unmut.

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Andreas Ulmer: 2

Der Salzburg-Spieler wirkte bei seinem vierten Länderspiel unter dem vierten Teamchef wie ein Fremdkörper. Nach vorne kam fast gar nichts, hinten war der 32-Jährige schlichtweg überfordert.

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Eingewechselt:

Louis Schaub: 3

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Damit hat er in der aktuellen Saison im ÖFB-Trikot bereits häufiger getroffen als im Rapid-Dress, wo er bei drei Toren hält. "Wenn ich das bei Rapid auch machen würde, wäre das auch nicht so schlecht", schmunzelte Schaub. Zum Sieg im letzten Länderspiel des Jahres meinte Schaub: "Wir haben gut angefangen, nach dem Ausgleich haben wir uns etwas schwerer getan. In der zweiten Hälfte haben wir aber wieder Fußball gespielt."

Stimmen nach dem Spiel

Franco Foda (Teamchef Österreich): "Wir sind verdient in Führung gegangen, haben uns dann in der ersten Hälfte mit Fehlpässen das Leben selbst schwer gemacht. Das Gegentor hätten wir besser verteidigen müssen. In der zweiten Hälfte haben wir das viel besser gemacht, aber einige Möglichkeiten nicht gut zu Ende gespielt. Es gab viele Ansätze, aber natürlich auch noch viele Dinge zu verbessern. Man darf aber nicht vergessen, dass wir gegen Uruguay gespielt haben, das ist eine absolute Topmannschaft. Für das, dass wir erst acht Tage zusammengearbeitet haben, bin ich zufrieden."

Marko Arnautovic (Stürmer Österreich): "Wir wissen alle, dass Uruguay ein Weltklasseteam ist, das ist natürlich nicht einfach. Wir haben das ganz gut gemacht. Wir haben mutig nach vorne gespielt. Es ist wichtig, dass wir gewonnen haben. Gegen Uruguay gibt's das nicht alle Tage."

Marcel Sabitzer (Torschütze Österreich): "Es war ein guter Einstand für den neuen Trainer. Wir sind gut ins Spiel reingekommen. Der Ausgleich fast im Gegenzug darf uns aber nicht passieren. Uruguay hat dann Chancen gehabt, wir sind glücklich mit dem 1:1 in die Pause gegangen. Die kommenden Spiele werden nicht einfacher. Wir haben unnötige Ballverluste gehabt. Nach vorne haben wir Potenzial, aber wir müssen insgesamt geschlossen auftreten."

Louis Schaub (Torschütze Österreich): "Das ist ein bisschen eine komische Situation, dass ich viermal hintereinander getroffen habe. Wenn ich das bei Rapid auch machen würde, wäre das auch nicht so schlecht. Wir haben gut angefangen, nach dem Ausgleich haben wir uns etwas schwerer getan. In der zweiten Hälfte haben wir aber wieder Fußball gespielt."

Oscar Tabarez (Uruguay-Teamchef): "Das Ergebnis ist schlecht, die Tore, die wir bekommen haben, waren nicht akzeptabel. In der ersten Hälfte hatten wir einige Chancen, die Österreicher haben Glück gehabt, weil wir die nicht verwertet haben. Sie haben aber auch sehr gut gespielt. Das wundert mich nicht, weil es eine Mannschaft mit viel Tradition ist."

 

 

 

 

Kommentare (3)

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Lodengrün
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Wie die kopflosen Hendln

sind sie herum gerannt. Konzept Fehlanzeige. Hätten die Lateinamerikaner ihr Visier in der ersten Hälfte besser eingestellt gehabt müsste da eine andere Schlagzeile stehen. Das Glückstor sehe man als solches. Natürlich hat Foda eine Lobby die Koller die ganze Zeit über nie hatte. Die Frage ist nur wie die Medien reagieren wenn sich Niederlagen in Serie einstellen. Denn wenn wir es uns auch wünschen, - der Abstand zur Weltklasse kann nicht verringert werden. Wie Beckenbauer sagte. Ein Ausreißer dann und wann aber mehr nicht.

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zyni
1
5
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Egal, ob schlecht gespielt,

Sieg ist Sieg. Man hat schon gesehen, dass es einen Grund hat, dass einige Spieler bei ihren Vereinen nicht spielen dürfen. Für Dragovic ist dieser Sport einfach zu schnell. Er ist eine ständige Gefahr für die Abwehr.

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wintis_kleine
0
4
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Wie die Gegner der Deutschen immer sagen

Wir haben 90 Minuten gekämpft aber gewonnen haben eben die Deutschen. Natürlich haben wir nicht die Klasse der deutschen Mannschaft, aber lassen wir doch mal die Kirche im Dorf und freuen wir uns über einen Erfolg der Österreichischen Nationalmannschaft und sudern nicht schon von allen Anfang an wieder herum, was alles NICHT gelaufen ist.

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