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Zuletzt aktualisiert: 17.10.2012 um 21:42 UhrKommentare

Der weite Weg nach Rio

Österreich träumt von Platz zwei in Gruppe C. Doch auch in dem Fall müssten Alaba & Co. in die Relegation. Und da wäre das Team vermutlich ungesetzt. Wir werfen einen Blick auf unsere Gruppengegner.

Foto © AP | APA

Klar, die Gruppensieger der neun Qualifikationsgruppen fahren zur WM. Nicht aber die Zweiten, auch nicht die Bestplatzierten. Vielmehr spielen die acht Bestplatzierten intern vier Plätze aus, während der schwächste Zweite weg ist. Vier Teams sind in der Relegation gesetzt. Österreich käme ob seiner Weltranglistenplatzierung kaum in diesen Genuss, also drohten - nach derzeitigem Stand - Teams wie Frankreich (Zweiter hinter Spanien in Gruppe I). Egal, für Österreich sind die ausstehenden sieben Spiele ohnehin ausnahmslos Endspiele. Ein Überblick:

Färöer

Machen wir uns nichts vor: Wer zu einer WM-Endrunde fahren will, muss die Halbprofis der Färöer schlagen. Und wenn man die sechs Punkte nur irgendwie erstolpert, was gegen Kasachstan allerdings auch notwendig gewesen wäre. Doch da hat man sich mit vier Zählern zufriedengeben müssen. Das erste der beiden Duelle gegen das Team aus dem Norden steigt am 22. März und ist das erste Pflichtspiel des Jahres 2013. Nach dem 4:0 gegen Kasachstan wird es ziemlich sicher ebenfalls in Wien über die Bühne gehen, zumal man beim ÖFB mit 35.000 Fans und mehr rechnet. Und ein eventuelles Schützenfest wäre wohl allerbestes Doping für das Match in Irland, das bereits vier Tage später ansteht. Das jüngste Duell gegen die Färöer endete im September 2009 in Graz 3:1 und zählte zur EM-Qualifikation. Teamchef war Didi Constantini. Davor gab's im Oktober 2008 unter Karel Brückner das peinliche 1:1 auswärts.

Bilanz: 4 Spiele, 2 Siege, 1 Remis, 1 Niederlage - Torverhältnis 7:3

Irland

Wie stark sind die Iren? Oder wie schwach? Gegen Deutschland schlitterten sie zu Hause in ein 1:6-Debakel, gegen die Färöer gab's auswärts ein 4:1, während Schweden dort nur 2:1 gewann. Und die Pflichtübung in Kasachstan erfüllten sie mit 2:1. Das schafft nicht jeder . . . Auf der Bank sitzt Trainerfuchs Giovanni Trapattoni, und der ist - was die bisher erspielten Punkte betrifft - bisher auf dem richtigen Weg. Doch auch für ihn geht es im neuen Jahr mit Endspielen weiter. Erst gegen die Schweden auswärts, dann kommt Österreich.

Für das rot-weiß-rote Team war die Insel bis dato kein schlechter Boden. Dort gab's drei Siege, ein Remis und zwei Niederlagen. Das Torverhältnis ist mit 14:13 positiv. Allerdings ist das alles lange her. Das vorerst letzte Aufeinandertreffen endete im Jahre 1995 in der Fremde mit 3:1. Ein Ergebnis, das 18 Jahre später auf dem Weg zur WM Goldes wert sein könnte.

Bilanz: 12 Spiele, 8 Siege, 2 Remis, 2 Niederlagen - Torverhältnis 33:15

Deutschland

Dass man auch in Deutschland einen Punkt holen kann, das hat Schweden beim jüngsten 4:4 auf verrückte Art bewiesen. Dennoch wäre es mehr als vermessen, am 6. September in der Münchner Allianz Arena einen Zähler einzuplanen. 4:1 in Wien - das war 1986 der letzte Sieg. 1992 folgte ein 0:0 in Nürnberg, 1994 ein 1:5. Für dieses 1:5 wollte man sich seither sieben Mal revanchieren. Die Versuche endeten 2:6, 1:3, 0:3, 0:1, 1:2, 2:6 und 1:2. Doch das jüngste 1:2 zum Auftakt der laufenden WM-Qualifikation hat gezeigt, dass man an sehr guten Tagen mithalten kann. In Wahrheit wäre Deutschland vor knapp fünf Wochen fällig gewesen. Ob's im achten Anlauf klappt? Österreichs Hoffnungen, Deutschland würde durchmarschieren, haben mit dem 4:4 gegen Schweden einen ersten Dämpfer erfahren. Da könnte ein weiterer gegen die Österreicher ja eigentlich nicht schaden. Und es ist die Hoffnung, die bekanntlich zuletzt stirbt.

Bilanz: 38 Spiele, 8 Siege, 6 Remis, 24 Niederlagen - Torverhältnis 55:86

Schweden

Der Start war durchwachsen. Erst spielte Österreich gegen Schottland nur 0:0, gewann dann in Schweden 1:0 und gegen Lettland 2:0, ehe es in Schottland ein 0:2 setzte. Die Teilnahme an der WM 1998 in Frankreich stand auf dem Spiel, also mussten Siege her. Und tatsächlich folgte eine einmalige Serie mit vollen Erfolgen gegen Estland (zwei), Weißrussland (zwei), Lettland und Schweden. Andreas Herzogs Traumtor zum 1:0 in Wien wird noch sehr lange in Erinnerung bleiben. Ein Treffer, der den Grundstein für den Gruppensieg legte. Mit der Spitzenposition in der Gruppe C wird's diesmal nichts werden, doch im Kampf um Platz zwei könnte es im Oktober 2013 tatsächlich zu einem Showdown zwischen Österreich und Schweden kommen, denn das Auswärtsmatch ist das vorletzte der Qualifikation. Danach folgen nur noch die Färöer. Und Teamchef Koller glaubt nicht, dass sich die Schweden bis dahin Umfaller leisten werden. "Das dürfen wir daher auch nicht."

Bilanz: 31 Spiele, 15 Siege, 5 Remis, 11 Niederlagen - Torverhältnis 46:47

ACHIM SCHNEYDER

Entwarnung bei Prödl

Sebastian Prödl hat noch am Mittwoch nach seiner Rückkehr nach Bremen Entwarnung gegeben. Er sei von den Verletzungen nicht weiter beeinträchtigt, versicherte der 24-Jährige.

Die besten Nationalteam-Fotos

Austria nach 3:1 in Ried im Finale 

Austria nach 3:1 in Ried im Finale

 

ÖFB

Präsident: Leo Windtner
Teamchef: Marcel Koller
Sportdirektor: Willi Ruttensteiner
Generaldirektor: "Gigi" Ludwig

 


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Bundesliga: Alle Spiele & Tore

Austria Wien  - Mattersburg 4:0 

Die Höhepunkte und Tore der tipp3-Bundesliga und der "Heute für Morgen" Erste Liga als Video auf www.kleinezeitung.at/bundesliga.



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