ÖFB-Elf lässt wichtige Punkte liegen
Das WM-Qualifikationsspiel zwischen Kasachstan und Österreich endet mit einem torlosen Remis. Die ÖFB-Auswahl tat sich schwer gegen kompakt stehende Gastgeber. Andreas Weimann kam zu seinem Team-Debüt.

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Am Donnerstag Vormittag, kurz vor dem Abflug nach Astana zum WM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan, da erzählte Teamchef Marcel Koller von einem Aha-Erlebnis, das er nach dem letzten Training in Bad Tatzmannsdorf in Sachen Aufstellung gehabt hatte. Näher darauf eingehen wollte er natürlich nicht, und so wurde sogleich mit personellen Überraschungen gegenüber dem allseits gelobten 1:2 gegen Deutschland spekuliert.
Die große Überraschung war dann, dass alles beim Alten blieb und der Schweizer jener Elf das Vertrauen schenkte, die ihn gegen die Deutschen überzeugen konnte und von der er auch in der kasachischen Hauptstadt die "Koller-Mentalität" forderte. Soll heißen: Volle Konzentration, größtmögliche Leidenschaft und ja nicht im Kopf haben, gegen die Nummer 147 und nicht gegen die Nummer zwei der Welt zu spielen. Sprich, den Gegner nur ja nicht zu unterschätzen.
Österreich ergriff auch sofort die Initiative auf dem künstlichen Grün in der nicht einmal halb vollen 30.000er-Halle (das Dach war zu), in der sich auch rund 20 mitgereiste rot-weiß-rote Fans verloren. Die erste gute Möglichkeit ließ Junuzovic aus, als er nach einem weiten Garics-Pass unbedrängt aus rund zwölf Metern über das Tor schoss (15.). Kurz danach musste Prödl in extremis gegen Nuserbajew retten. Und in der 28. Minute scheiterte Harnik nach Doppelpass mit Junuzovic mit einer Topchance an Keeper Sidelnikow. Eines aber war zu diesem Zeitpunkt längst klar ersichtlich: Sehr leicht tun sich Ivanschitz & Co. nicht, wenn sie gegen einen zwar ambitionierten, aber doch limitierten Gegner das Spiel gestalten müssen. Es war also Geduld gefragt.
Sturmlauf mit Torflaute
Auch nach Wiederbeginn lief es nicht, wie es laufen sollte. Zu ungenau die Zuspiele, zu viele unnötige Fehler. Und ganz ungefährlich waren die Kasachen auch nicht, bei denen Greuther-Fürth-Legionär Schmidtgal kurzfristig wegen Krankheit passen hatte müssen.
Die angesprochene Geduld verlor schließlich der Teamchef und brachte nach rund einer Stunde Janko für Baumgartlinger. Also eine zweite Spitze. Kurz danach fasste sich Arnautovic ein Herz und haute aus der Distanz entschlossen drauf, bloß stand der Tormann wieder im Weg.
Und dann wollte es Koller erzwingen, brachte Jantscher für Invanschitz, dann Weimann für Harnik. Aber auch das brachte nichts, und so endete der Sturmlauf mit einer Torflaute.
Gut, Österreichs Team hat angeschrieben, aber dieser Punkt in Kasachstan wird den recht hohen Ansprüchen nicht gerecht. Vor allem jenen nicht, die die Spieler selbst an sich gestellt haben.
Und auf einmal ist es doch bitter, dass es gegen Deutschland nichts mit Punkten geworden ist.
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Fakten
Kasachstan - Österreich 0:0. Astana, Astana Arena, 10.000 Zuschauer, SR Tamas Bognar (HUN).
Kasachstan:
Sidelnikow - Kirow, Dmitrenko, Roschkow, Nurdauletow -Bogdanow - Konisbajew (95. Gridin), Korobkin, Chairulin (92.Muchtarow) - Nuserbajew (87. Nurgalijew), Ostapenko
Österreich:
Almer - Garics, Prödl, Pogatetz, Fuchs - Baumgartlinger(62. Janko), Kavlak - Arnautovic, Junuzovic, Ivanschitz (73.Jantscher) - Harnik (84. Weimann)
Gelbe Karten:
Nuserbajew, Ostapenko, Roschkow bzw. Janko
Die Besten:
Bogdanow bzw. Kavlak, Prödl
Fotoserie
Weitere Ergebnisse
- Färöer - Schweden 1:2 (0:0)
- Russland - Portugal 1:0
- Finnland - Georgien 1:1 (0:0)
- Tschechien - Malta 3:1 (1:1)










