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Zuletzt aktualisiert: 09.10.2012 um 18:55 UhrKommentare

Janko: "Ich würde mich aufstellen"

Marc Janko, noch vor Kurzem vom FC Porto als ganz heiße Aktie gehandelt, kämpft nun bei Trabzonspor ums Leiberl im Sturm. Wie auch im Team vor den Kasachstan-Partien.

Marc Janko

Foto © APAMarc Janko

Sieben Millionen Euro, selbst für Red Bull kein Klacks, flossen im Sommer 2010 in die Vereinskasse der Salzburger, als Twente Enschede den Mittelstürmer nach Holland holte. 45 Spiele und 24 Tore später und nach dem Verlust seines Stammplatzes, folgte schließlich der vermeintlich große Karriereschritt, als sich am 31. Jänner 2012 der FC Porto die Dienste des 29-jährigen Österreichers um drei Millionen sicherte. Und eine Klausel in den Vertrag einbauen ließ, wonach der Neue nur um 20 Millionen wieder abgeworben werden könne. Doch im August dieses Jahres gab man sich mit knapp 2,4 Millionen zufrieden und Janko schon wieder ab. Zu Trabzonspor in die Türkei

"Schuld war ein Muskelfaserriss und dass ich deshalb die Vorbereitung im Sommer nicht mitmachen konnte. Deswegen hat Porto Ersatz gesucht und mit dem Kolumbianer Martinez auch gefunden", rekapituliert Janko. Dass er nun aber auch bei seinem neuen Klub auf nur sehr wenige Einsatzminuten kommt und bis dato in fünf Partien noch nie getroffen hat, ärgert ihn, wenngleich er, so sagt er, "Verständnis für den Trainer" hat. "Weil sich die Automatismen erst richtig einspielen müssen, also wird es noch ein paar Trainings dauern, bis ich erste Wahl bin." Tja, die Hoffnung stirbt eben zuletzt, wenngleich Janko ein Wort recht häufig benützt: noch.

"Noch bin ich relaxed", sagt er. "Noch bereue ich den Wechsel in keiner Sekunde." Auch das Selbstvertrauen habe bisher nicht gelitten. "Bestenfalls ein wenig die Selbstsicherheit, wenn man kaum spielt." Ob sich das am kommenden Freitag im WM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan ändern wird? "Das bestimmt der Trainer. Ich würde mich allerdings aufstellen."

Torschütze in Kasachstan

Zumal sich Janko auch nicht nur als, wie Teamchef Koller es nennt, Stoßstürmer sieht. "Ich bin nicht nur der, der vorne steht und auf Flankenbälle wartet. Ich kann auch andere Systeme."

Das scheint der Coach nicht ganz so zu sehen, aber wer weiß, vielleicht lässt er in Astana ein System spielen, das auf den Stoßstürmer Janko zugeschnitten ist. Beim 0:0 vor einem Jahr war es unter Interimscoach Ruttensteiner in der EM-Qualifikation jedenfalls Janko, der Österreichs 1:0 erzielte, das fälschlicherweise wegen Abseits aberkannt wurde.

"Egal wer spielt, es wird so oder so nicht einfach. Im Fußball", sagt Janko, "gilt das Gesetz der Logik nicht. Das heißt, nur weil man gegen Deutschland sehr stark war, hat man in Kasachstan noch nicht gewonnen."

ACHIM SCHNEYDER

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