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Zuletzt aktualisiert: 10.09.2012 um 12:51 UhrKommentare

WM-Quali: Zwei Mainzer gegen Deutschland

Im deutschen Fußball-Nationalteam dominieren die Blöcke von Bayern und Dortmund, in der österreichischen Auswahl gibt es - in kleinerer Form - eine Bremen- und Mainz-Achse.

Ivanschitz und Baumgartlinger

Foto © APAIvanschitz und Baumgartlinger

Letztere bilden Andreas Ivanschitz und Julian Baumgartlinger, wenn auch wohl in einer anderen Konstellation als bei ihrem Klub. Zwar wird Baumgartlinger im WM-Qualifikationsspiel am Dienstag (20.30 Uhr/live ORF eins) im Happel-Stadion wie in Mainz als defensiver Zentrumsspieler agieren, Ivanschitz jedoch nicht als Freigeist in der Mitte, sondern voraussichtlich als linker Flügel.

Die leichte Positionsverschiebung stellt für Baumgartlinger kein Problem dar. "Wir wissen auch so, wie wir einander anspielen müssen", meinte der 24-Jährige. In der Vorsaison waren die beiden Österreicher, die sich auch abseits des Platzes gut verstehen, im Gegensatz zu dieser Spielzeit in Mainz noch keine echten Stammkräfte. "Aber wenn wir gespielt haben, dann meistens miteinander, und dann haben wir es auch auf den einen oder anderen Scorerpunkt gebracht."

Ivanschitz erwartet sich ebenfalls viel vom Zusammenspiel mit Baumgartlinger. "Es kann im Nationalteam ein Vorteil sein, dass wir beim gleichen Klub sind und täglich miteinander trainieren. Selbst wenn ich gegen Deutschland links spielen sollte, bin ich nicht so weit von ihm entfernt."

Am liebsten agiert der Burgenländer wie derzeit in Mainz im offensiven zentralen Mittelfeld, doch auch mit der Rolle am linken Flügel kann sich der 28-Jährige anfreunden. "Für mich ist das überhaupt kein Problem, ich kenne beide Positionen", betonte Ivanschitz und skizzierte die Unterschiede: "In der Mitte hat man das Spielfeld vor sich und vielleicht mehr Freiheiten, an der Flanke muss man gut in der Defensive arbeiten, da geht es auch viel um direkte Duelle Mann gegen Mann."

Nicht nur in den Zweikämpfen gilt es für die Österreicher zu bestehen, wenn die Sensation gegen Deutschland gelingen soll. "Wir müssen kompakt stehen, immer wieder lästig sein und bei Ballgewinn zielstrebig nach vorne spielen. Dann können wir die Deutschen ärgern", sagte Ivanschitz.

"Vorfreude bei uns ist sehr groß"

Die Chancen dafür stehen laut dem 56-fachen ÖFB-Internationalen (10 Tore) nicht schlecht. "In den vielen Trainings der letzten Tage ist eine große Harmonie in der Mannschaft entstanden, man merkt, dass die Abläufe gut klappen. Die Vorfreude bei uns ist sehr groß."

Eine Überraschung gegen die Nummer zwei der FIFA-Weltrangliste könnte den Weg zum Traumziel WM 2014 in Brasilien ebnen. "Wir sind hungrig und bereit. Wir wollen uns unbedingt qualifizieren, und da wäre ein guter Start eine tolle Sache, auch um die gute Stimmung rund um die Nationalmannschaft weiter aufrecht zu erhalten", erklärte Ivanschitz.

Auf den Linksfuß warten voraussichtlich hochkarätige Gegenspieler wie Philipp Lahm und Thomas Müller, Baumgartlinger bekommt es sogar mit dem derzeit wohl besten Deutschen zu tun: Der 22-fache ÖFB-Teamspieler soll die Kreise von Mesut Özil einengen. "Er hat herausragende Qualität und kann jederzeit überraschende Situationen kreieren. Man muss ganz nah an ihm dran sein und ihn permanent stören", meinte Baumgartlinger.

Der Mainz-Legionär weiß aber auch, dass es praktisch unmöglich sein wird, den Star von Real Madrid komplett aus dem Spiel zu nehmen. "Es kann schon sein, dass er ein-, zweimal vorbeikommt. Dann müssen wir uns gegenseitig unterstützen und schauen, dass immer drei, vier Beine dazwischen sind."

Bei Österreichs unglücklicher 1:2-Heimniederlage gegen Deutschland in der EM-Qualifikation im Juni 2011 schug sich der damalige Austrianer gegen Özil gut und überzeugte damit die Mainz-Spione. "Dieses Spiel hat sicher einen großen Teil zu meinem Transfer beigetragen", sagte Baumgartlinger.


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