An Mesut Özil führt kein Weg vorbei
Der Spielmacher ist die größte deutsche Gefahrenquelle für Österreichs Nationalteam.

Foto © APAMesut Özil zeigt den Deutschen, wo's langgeht
Wenn die deutsche Nationalmannschaft am Dienstag gegen Österreich antritt, dann hat sie zumindest einen Fußballer in ihren Reihen, mit dessen Qualitäten sich kein rot-weiß-roter Kicker messen kann: Mesut Özil. Der Legionär von Real Madrid ist längst die Drehscheibe im deutschen Spiel und Joachim Löw lässt ungeachtet nicht immer berauschender Nachrichten aus der spanischen Fußballwelt keine Zweifel über den Sonderstatus des noch nicht einmal 24-jährigen Klassespielers aufkommen. "Was er macht, hat Hand und Fuß", meinte der Bundestrainer nach dem 3:0 gegen Färöer, in dem in erster Linie der Spielmacher für die wenigen Glanzlichter gesorgt hatte. "Özil war der überragende Spieler auf dem Platz", lobte Löw und zeichnete verbal auch die Beweglichkeit und Eleganz des Könners nach. Durch seine geschickten Drehungen und die Ballannahme entwickle Özil einen Zug in Richtung Tor wie kein anderer Spieler. Das werden die Österreicher, die mit diesen Fähigkeiten ja schon unangenehm unmittelbar konfrontiert waren, auch diesmal wieder erkennen müssen. Die Kreise des hochbegabten Deutschen zu stören, ist für dieses Match eine unumgängliche, zentrale Aufgabe.
In Deutschland waren Diskussionen in Gang gekommen, weil Real-Trainer José Mourinho mit dem Satz zitiert wurde, Özil sei müde. Im Freitag-Match war dies dem Spieler freilich nicht anzumerken. Das Problem sah Löw dann auch eher bei Özils Kollegen. "Als Mesut öfter mal Platz hatte, rannten alle Spieler einfach in die Mitte rein. Da müssen wir noch an den Details arbeiten."
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Schmelzer wieder fit
Marcel Schmelzer ist ins Training der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurückgekehrt. Der Dortmunder Abwehrspieler stand wie alle anderen 21 Akteure, die Löw für das WM-Qualifikationsspiel am Dienstag in Wien gegen Österreich zur Verfügung hat, am Sonntagabend in Barsinghausen auf dem Übungsplatz. Schmelzer laborierte an einer Fußprellung.
"Mal sehen, wie er es verkraftet. Beim letzten Mal kamen die Probleme einen Tag danach", sagte Bundestrainer Joachim Löw zur Einsatzchance von Schmelzer in Wien. Kann der 24-Jährige nicht spielen, würde wie beim 3:0-Sieg gegen die Färöer in Hannover der Münchner Holger Badstuber als linker Verteidiger einlaufen.
Zur Umbesetzung des zentralen Mittelfelds wollte sich Löw am Sonntag noch nicht äußern. "Es gibt einige Möglichkeiten", erklärte der 52-Jährige. Als erster Kandidat gilt der Münchner Toni Kroos, der das Färöer-Spiel wegen einer Beckenprellung verpasst hatte. "Kroos hatte drei Tage Pause. Aber zuletzt mit Bayern hat er das gut gemacht", bemerkte Löw.









