Janko wünscht Fuchs mehr Glück beim Münzwurf
"Eine besondere Sache", freut sich Christian Fuchs über die Kapitänsschleife im Nationalteam. Marc Janko nimmt seine Rückstufung mit Humor: "Vielleicht gewinnt er mehr Münzwürfe als ich".

Foto © APAMarc Janko und Christian Fuchs: "Es wird sich nicht viel ändern"
Christian Fuchs erfüllt seine Ernennung zum Kapitän der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft sichtlich mit Stolz. Dennoch war der Schalke-Legionär vor dem Testspiel am Mittwoch (20.30 Uhr/live ORF eins) im Wiener Happel-Stadion gegen die Türkei auch bemüht, die eigene Rolle nicht in den Vordergrund zu rücken. "Es ist für mich schon eine besondere Sache, aber im Großen und Ganzen wird sich nicht viel ändern", betonte der Niederösterreicher.
U21 holt 2:2
Fuchs hatte die ÖFB-Auswahl schon in der Vergangenheit des öfteren aufs Feld geführt, wenn Marc Janko nicht zur Verfügung stand. Nun löste er den Porto-Stürmer, der ab sofort als Vize-Kapitän fungiert, offiziell ab. "Doch ich glaube, wir verstehen uns nach wie vor gut", schmunzelte Fuchs.
Nach der Meinung des 26-Jährigen sollte man dem Kapitänsamt ohnehin nicht allzu viel Bedeutung beimessen. "Auf dem Platz braucht man nicht nur einen Kapitän. Jeder muss Verantwortung übernehmen."
Janko: "Ich freue mich für Christian"
Für Marc Janko stellte die Rückstufung nach eigenen Angaben kein Problem dar. "Ich freue mich für Christian und ich hoffe, er gewinnt mehr Münzwürfe als ich", scherzte der Stürmer. "Im Endeffekt geht es sowieso nur um die ganze Mannschaft. Wir müssen alle an einem Strang ziehen."
Ohne geschlossene Mannschaftsleistung wird ein erfolgreiches Abschneiden gegen die Türkei nicht möglich sein, wie schon die jüngsten beiden Duelle mit den Türken in der EM-Qualifikation (0:2/auswärts, 0:0/heim) bewiesen. "Zuletzt haben wir uns gegen die Türkei immer schwergetan", erkannte Fuchs, sprach von einem "guten Test gegen eine gute Mannschaft mit starken Einzelspielern" und bezeichnete den WM-Dritten von 2002 als bisher stärksten ÖFB-Gegner in diesem Jahr. "Da werden wir sehen, wo wir stehen."
Im Hinblick auf die in vier Wochen gegen Deutschland beginnende WM-Qualifikation wünscht sich der Linksverteidiger ein zufriedenstellendes Resultat. "Wir haben das große Ziel, die WM-Qualifikation positiv zu bestreiten, und da brauchen wir vor dem Beginn ein Erfolgserlebnis."
Noch keine Meisterschaft
Dass Fuchs ebenso wie die meisten anderen Legionäre im Kader noch nicht im Meisterschaftsbetrieb steht, dürfe nicht als Ausrede gelten. "Das Einzige, das noch fehlt, ist die Spielpraxis unter Wettbewerbsbedingungen", erklärte der Neo-Kapitän, der mit Schalke am kommenden Samstag in der ersten DFB-Cup-Runde auswärts gegen Saarbrücken sein erstes Pflichtspiel in dieser Saison absolviert und eine Woche später in die Meisterschaft startet.
Im Gegensatz zu Fuchs wurde Janko in der Vorbereitung von einer Muskelverletzung zurückgeworfen und nahm erst kürzlich wieder das Mannschaftstraining auf. Dadurch steht der Ex-Salzburger gegen die Türkei nicht in der Anfangsformation und scheint eventuell nicht einmal im Kader auf. "Es dauert noch zwei, drei Wochen, vielleicht etwas länger, dann sollte ich wieder der Alte sein", meinte Janko.
Um seinen Stammplatz gegen Deutschland macht sich der Goalgetter offenbar keine großen Sorgen. "Im Nationalteam bin ich schon der Meinung, dass ich erste Wahl sein kann, wenn ich auf einem guten Level bin."
Komplizierter wird es da schon bei seinem Arbeitgeber FC Porto, der mit dem Kolumbianer Jackson Martinez im Sommer einen weiteren Mittelstürmer verpflichtete. "Ich habe noch Aufholbedarf, die Verletzung ist zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt gekommen. Ich bin auf einem guten Weg, aber ich brauche Geduld, bis ich wieder in die Mannschaft rutsche", erklärte Janko.










