Arnautovic dankbar für Kollers Vertrauen
Marcel Koller scheint einen guten Draht zu Marko Arnautovic gefunden zu haben. Das Pulverfass aus Wien dankt es dem Schweizer mit Toren und Worten. Am Dienstag soll der Torreigen fortgesetzt werden.

Foto © GEPAMarko Arnautovic
"Ich finde das sehr okay, dass er die Kritik an meiner Person abblockt und mir Rückendeckung gibt. Das ist sehr wichtig für mich. Dementsprechend stark ist auch mein Vertrauen und unsere Beziehung. Deshalb klappt es auch so gut", meinte Arnautovic zwei Tage nach seinem Doppelpack gegen die Ukraine (3:2) und zwei Tage vor dem Test gegen Rumänien.
Arnautovic betont zwar, keine Medienberichte zu lesen, weiß aber anscheinend über angeblich kritische Artikel über seine Person bestens bescheid. "Die Journalisten lieben Kritik an meiner Person. Aber okay, ich kann damit leben. Ich mache sowieso mein Ding", sagte der Offensivspieler von Werder Bremen. Auf die Feststellung, dass seine Leistung gegen die Ukraine bis zu seinem ersten Tor nach rund einer Stunde durchwachsen war, meine Arnautovic nur: "Wie viele Weltklassespieler zeigen 89 Minuten nichts und machen dann in der 90. Minute das Tor? Und dann war alles okay."
Koller scheint bei Arnautovic auch die Liebe zum Defensivspiel geweckt zu haben. Sein Tackling in der Anfangsphase der Ukraine-Partie hatte im Tivoli-Stadion für besonders viel Applaus und auch Erstaunen gesorgt. "Auch wir Offensivspieler müssen in der Defensive gut stehen, denn nur dann klappt es auch mit der Offensive. Der Trainer zeigt uns, wie wir agieren müssen und wir probieren es umzusetzen", meinte Arnautovic.
Konstanz
Besondere Vorlieben für die rechte oder linke Offensivflanke äußerte Arnautovic nicht. "Wo mich der Trainer aufstellt, spiele ich. Und wenn es rechts hinten ist, dann spiele ich rechts hinten." Arnautovic weiß, dass er an seiner Konstanz arbeiten muss. "Ich gebe alles dafür, dass ich jede Woche eine gute Leistung bringe. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Das ist aber sicher auch eine Frage der Erfahrung", meinte der 23-Jährige.
Für die anstehende WM-Qualifikation sieht Arnautovic gute Chancen. "Das ist die beste österreichische Nationalmannschaft, in der ich je gespielt habe. Wir haben eine extrem gute Mannschaft mit vielen Legionären", zeigte sich Arnautovic begeistert. "Die Gruppe ist aber sehr schwierig. Wir müssen gucken, dass wir mal auch gegen die großen Gegner Deutschland, Schweden und Irland punkten."
Nicht zuletzt dank des spektakulären Arnautovic-Treffers gegen die Ukrainer in der 89. Minute hofft der ÖFB für Dienstag neuerlich auf eine fünfstellige Besucherzahl, bis Sonntag waren 8.000 Tickets verkauft. Gut angelaufen ist der Verkauf der Kombi-Karten für den WM-Quali-Auftakt gegen Deutschland und Kasachstan, in den ersten Tagen wurden bereits 8.000 Abos abgesetzt.










