Der Lohn für harte Arbeit
Österreichs Team-Fußballer haben den 3:2-Erfolg im Test-Länderspiel über die Ukraine als Lohn für die harte Arbeit im Trainingslager in Seefeld angesehen.

Foto © GEPALukas Königshofer
Die Linie, die der neue Nationaltrainer Marcel Koller vorgibt, scheint die rot-weiß-roten Kicker zu überzeugen. "Das war wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Aber es ist noch reichlich Luft nach oben, wir sind noch in der Entwicklung", urteilte ÖFB-Senkrechtstarter David Alaba.
"Wir haben in Seefeld hart gearbeitet und uns jetzt mit diesem Sieg belohnt", freute sich der Bayern-München-Legionär, der im Nationalteam auf seiner Lieblingsposition im Mittelfeld spielen darf. "Die Defensive ist gut gestanden, wir sind gute Konter gefahren und haben die Chancen genützt", strich Alaba die positiven Aspekte hervor. "Wenn wir so weiter machen, dann wird das bald ganz gut aussehen", glaubte der 19-jährige Wiener.
Andreas Ivanschitz hob die Bedeutung des Erfolgs für die Gesamtstimmung rund um den Fußball in Österreich hervor. "Dieser Sieg tut uns allen sehr gut. Das war wichtig fürs Selbstvertrauen und auch für die Außendarstellung", sagte der ehemalige Team-Kapitän. Und auch die sportliche Wertigkeit dieser Partie sei hoch gewesen. "Wir haben gegen einen EM-Teilnehmer gewonnen, der sich vor dem Turnier schon in einer guten Verfassung befindet."
Positive Atmosphäre
Ivanschitz schwärmte von der positiven Atmosphäre im Nationalteam. "Wir haben einen guten Spirit in der Mannschaft. Weg und Richtung stimmen. Jeder gibt alles und nimmt die Anweisungen des Teamchefs an." Verbesserungswürdig sind für den Burgenländer das Umschalten von Defensive auf Offensive ("Das war zu langsam") und der meist nicht gelungene berühmte letzte Pass.
Innenverteidiger Sebastian Prödl bezeichnete den Sieg als "Balsam auf die Seele." Auch der Werder-Bremen-Legionär ist von der Arbeit mit Koller angetan. "Man merkt, dass alle in einem Boot sitzen. Und der Teamchef lenkt das Boot sehr gut." Der Sieg gebe hoffentlich Rückenwind, sei aber nur ein "kleiner, guter Schritt" gewesen. "Zufrieden kann man erst sein, wenn wir konstant solche Leistungen und Ergebnisse liefern." Die nächste Chance bietet sich schon am Dienstag im Test in Innsbruck gegen Rumänien.
Lindner überglücklich
Ihre ersten Teameinsätze mit einem Sieg beendet haben Tormann Heinz Lindner und der eingewechselte Stürmer Patrick Bürger. "Ich bin sehr glücklich, dass ich mein Debüt geben durfte und wir noch dazu gewonnen haben. Davon habe ich als kleiner Bub geträumt, und jetzt war es so weit", freute sich Lindner, der gegenüber Lukas Königshofer und Christian Gratzei den Vorzug bekam.
Teamchef Koller hatte Lindner am Donnerstagabend über seine Wahl in der Tormannfrage informiert. "Er hat mich vor dem Abschlusstraining in die Kabine gerufen und mir gesagt, dass ich gut drauf bin und deshalb die Chance verdient habe. Ich bin dem Teamchef sehr dankbar, dass er mir das Vertrauen gegeben hat. Und ich glaube, dass ich es gerechtfertigt habe, die Leistung war ganz in Ordnung", sagte der Austria-Goalie, der bei den Gegentoren chancenlos war und sonst wenig zu tun hatte.











