ÖFB startet WM-Quali-Vorverkauf
Für Österreichs Fußball-Nationalteam läuft der Countdown zur WM-Qualifikation 2014.

Foto © GEPAGeneraldirektor Alfred Ludwig und Wolfgang Gramann (ÖFB)
Am Freitag stand in Innsbruck gegen die Ukraine der drittletzte sportliche Test auf dem Programm, parallel dazu startete der ÖFB den Vorverkauf für den Quali-Auftakt. Den Fans werden seit Freitag zunächst ausschließlich Abos für die beiden Partien im Wiener Happel-Stadion gegen Deutschland (11. September) und Kasachstan (16. Oktober) angeboten. Die Kombi-Tickets kosten zwischen 46 und 95 Euro (Vollpreis), pro Person können maximal vier Abos erworben werden. Der Vorverkauf wird über Internet (www.oefb.at/tickets, www.oeticket.com) und Callcenter (01/96096 555) abgewickelt.
Der Hintergrund des ÖFB-Schachzugs ist natürlich, dass damit dank der Zugkraft der Deutschland-Partie auch das Match gegen die Kasachen in einem vollen Stadion über die Bühne geht. "Wir wollen mit dem Abo niemanden über den Tisch ziehen, wir kommen vielmehr einem Wunsch der Fans nach. Die Fans nehmen das an und haben uns dazu sogar ermutigt", meinte ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig am Freitag in Innsbruck. Ab wann es auch Einzeltickets für den Schlager gegen Deutschland zu kaufen gibt, ist noch offen. "Sobald der Trend zum Abokauf abreißt, ziehen wir einen Schlussstrich und bieten Einzeltickets an", sagte Ludwig. Aufgelegt hat der ÖFB maximal 36.000 Abos, das Happel-Stadion fasst 47.000 Zuschauer. Ludwig ist überzeugt, dass das Happel-Stadion zweimal voll sein wird. "Und das wird die Mannschaft auch brauchen. Wenn die Hütte voll ist und der Radetzky-Marsch gespielt wird, dann werden die Spieler in der Regel um einen Zentimeter größer", so Ludwig.
Wer sich ein Abo besorgt, erhält zudem auf Tickets fürs Testmatch am 15. August in Wien gegen die Türkei 50 Prozent Ermäßigung (Normalpreis 18 bis 36 Euro). Die Austragungsorte der weiteren Quali-Heimspiele im Jahr 2013 gegen die Färöer (22. März), Schweden (7. Juni) und Irland (10. September) sind noch nicht fixiert worden. Für Schweden und Irland kommen wohl nur Wien und Salzburg infrage, Optionen fürs Färöer-Match sind Innsbruck, Graz und Linz. Klagenfurt wird laut Ludwig erst dann wieder in den Kreis der Nationalteam-Stadien aufgenommen, "wenn kein Bagger und kein Zaun mehr steht".
So schwierig der neuerliche Gruppengegner Deutschland auch sportlich ist, wirtschaftlich sind die DFB-Stars für den ÖFB "der Jackpot". Ähnlich attraktiv punkto Marketing- und TV-Gelder seien nur noch England und Frankreich. "Spanien und Italien sind schon um einiges schwächer", berichtete Ludwig. Dafür haben die Österreicher mit Kasachstan und den Färöern gemäß dem 61-jährigen Wiener auch die zwei kompliziertesten Auswärtsreisen der gesamten europäischen WM-Quali vor sich.









