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Zuletzt aktualisiert: 09.11.2011 um 21:54 UhrKommentare

Voller Einsatz: Hustenzuckerl auf der Baustelle im Prater

Beim ersten Training unter Neo-Teamchef Marcel Koller ging's am Mittwoch im Ernst-Happel-Stadion zur Sache. Und am Ende waren sogar die Stimmbänder des Betreuers lädiert. Ein Lokalaugenschein.

Darf ich bitten? Neo-Teamchef Koller zeigt Marko Arnautovic, wie's geht

Foto © APDarf ich bitten? Neo-Teamchef Koller zeigt Marko Arnautovic, wie's geht

Kurz nach zehn Uhr Vormittag war's, da betrat Neo-Teamchef Marcel Koller die Laufbahn des Ernst-Happel-Stadions und ging zielstrebig auf den Rasen zu. Als der Schweizer dann allerdings die gut 40-köpfige Medienmeute erblickte, beschloss er kurzerhand einen Umweg. "Schönen guten Morgen", sagte er, und dann erklärte der grau melierte Herr, der am Freitag 51 wird, was in den folgenden zwei Stunden so alles passieren würde auf dem Feld. Was für ein Service - die Journalisten staunten.

"Da ist gewaltig Tempo drin"

Und dann staunten sie über die extreme Intensität, mit der die Spieler wie auch die Betreuer zu Werke gingen. "Da ist gewaltig Tempo drin", konstatierte auch Frenkie Schinkels, der sich vom Kollegen ein Bild machen wollte. "Ja, da ging's wirklich ziemlich zur Sache. Und es hat großen Spaß gemacht", grinste Koller nach Ende der Vorstellung und lutschte am Hustenzuckerl, denn da es Bauarbeiten auf den Rängen zu überbrüllen galt, waren seine Stimmbänder durchaus hörbar in Mitleidenschaft gezogen.

In Mitleidenschaft gezogen wurde auch der Rücken von Veli Kavlak, der vorzeitig duschen ging, nachdem er sich verrissen hatte. Andreas Ivanschitz, David Alaba und Julian Baumgartlinger mussten nach Zweikämpfen die medizinische Abteilung ebenfalls konsultieren, hielten aber bis zum Ende durch.

Ein sehr gutes Training", war Ivanschitz schließlich voll des Lobes. "Koller spricht viel, gibt viele taktische Anweisungen und bietet viele Lösungsvorschläge an, die wir auch sofort umgesetzt haben. So hat die Sache Sinn." Die Befürchtung, vor dem Testspiel in der Ukraine am kommenden Dienstag vom neuen Teamchef mit Anweisungen überladen zu werden, existiert beim Legionär aus Mainz nicht. "Zu viele Infos kann es gar nicht geben, und in den paar Tagen wird schon ein bisschen was hängen bleiben."

"Wer ist M. K.?"

Als die Spieler schließlich verschwitzt den Weg in die Kabine antraten, spielte sich auf der Laufbahn eine Szene ab, wie man sie in Österreich wohl noch nie nach einem (ersten) Training gesehen hat. Der beinahe komplette Betreuerstab (Tormanntrainer Otto Konrad steigt erst am Donnerstag ein) bildete einen Kreis, umarmte sich und stieß einen lauten Schrei aus. So wie es mitunter Mannschaften vor Spielen machen. In diesem Fall war es ein Zeichen, dass man mit der Premiere sehr zufrieden war.

Zufrieden zogen dann auch zwei Publizistikstudenten ab, die mit einer Arbeit über Marcel Koller beschäftigt sind. Der Titel: "Wer ist M. K.?" Tja, wer? Einer, der einen tollen Eindruck macht.

ACHIM SCHNEYDER

Janeschitz als Spion

Thomas Janeschitz, neuer ÖFB-Co-Trainer, beobachtet am Freitag in Kiew (20.45 Uhr, live ARD) die Ukraine im freundschaftlichen Länderspiel gegen Deutschland.

Der Co-EM-Gastgeber 2012, der kommenden Dienstag (20 Uhr, live ORF eins) in Lemberg Österreich zu einem weiteren Test zu Gast hat, weiht mit der Partie gegen die Deutschen das neue, etwa 58.000 Zuschauer fassende Olympia-Stadion ein.

Die besten Nationalteam-Fotos

Austria nach 3:1 in Ried im Finale 

Austria nach 3:1 in Ried im Finale

 

ÖFB

Präsident: Leo Windtner
Teamchef: Marcel Koller
Sportdirektor: Willi Ruttensteiner
Generaldirektor: "Gigi" Ludwig

 


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Bundesliga: Alle Spiele & Tore

RB Salzburg - Innsbruck 3:1 

Die Höhepunkte und Tore der tipp3-Bundesliga und der "Heute für Morgen" Erste Liga als Video auf www.kleinezeitung.at/bundesliga.



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