Prödl will Stammleiberl in Bremen
Das Österreicher-Duell in der deutschen Bundesliga zwischen Werder Bremen und Mainz 05 hatte in Sebastian Prödl einen strahlenden rot-weiß-roten Sieger zu bieten. Der Steirer traf zum 3:1 für Werder.

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Mit seinem Treffer zum 3:1-Endstand in der 78. Minute machte der Steirer den Sack zugunsten Bremens zu - und empfahl sich bei Trainer Thomas Schaaf nach zwei Partien auf der Bank wieder für erhöhte Einsatzzeiten.
"Das Tor ist ein persönlicher Erfolg, aber meine primäre Aufgabe ist die Defensive. Ich werde daran gemessen, hinten dicht zu machen", zeigte sich der 24-Jährige auf der Homepage der Bremer bescheiden. Geschäftsführer Klaus Allofs lobte die Qualitäten des Innenverteidigers auch vor dem gegnerischen Tor. "Das Tor war sicherlich wichtig für ihn. In meinen Augen hat Sebastian den besten Offensivkopfball", meinte Allofs. "Seine Leistung heute zeigt, dass wir viele Möglichkeiten haben, gerade in der Innenverteidigung."
Die sind nach der Rückkehr von Naldo klar gestiegen - zuungunsten Prödls, dem zuletzt auch Andreas Wolf vorgezogen worden war. "Das ist eine komfortable Situation", meinte Prödl nun. "Natürlich möchte ich meinen Platz jetzt behalten und stelle mich dem Konkurrenzkampf." Prödl sah die Vorstellung des Tabellenvierten aber auch kritisch: "Unsere Leistungen sind weiter verbesserungswürdig. Wir haben in unserem Spiel noch nicht die gewünschte Sicherheit. Daran werden wir weiter arbeiten."
Krise in Mainz
Auf der Gegenseite herrschte nach dem neunten sieglosen Spiel en suite leichte Panik. "Es wiederholt sich immer wieder. Es fehlt uns einfach das Glück in den entscheidenden Situationen", meinte ein ratloser ÖFB-Teamspieler Julian Baumgartlinger, der schon in der 15. Minute für den verletzten Noveski gekommen war. "Wir kassieren Gegentore nach einem Schuss aus der zweiten Reihe, nach einer Standardsituation, nach einer Einzelleistung." Doch der Mittelfeldmann versprach auch: "Wir versuchen dranzubleiben und mit Überzeugung die Dinge anzugehen. Wir müssen es weiter erzwingen."
Die erste schwere Krise des Clubs nagt sichtlich auch am Nervenkostüm von Trainer Thomas Tuchel. Dünnhäutig, unwirsch und ein Stück weit ratlos - das Strahlemann-Image des 38-jährigen Überfliegers ist weg. Nach dem Spiel rastete der 05-Coach erneut aus und legte sich mit Gott und der Welt an. "Ich kann diesen Mist nicht mehr hören. Neun Wochen erzählen wir den gleichen Mist und im Endeffekt holen wir keinen Sieg", wetterte der 38-Jährige. Er habe keine Lust mehr, über das gute Spiel zu reden. Auch das Lob des gegnerischen Trainers interessiere ihn nicht: "Was ist schon Statistik? Wir belohnen uns nicht und das ist auch eine Wahrheit, die zählt und der wir uns stellen müssen."
Wahrheit ist auch, dass die Mainzer nach der langen Durststrecke in der Fußball-Bundesliga und der fünften Heimniederlage in Serie tief im Abstiegssumpf stecken. "Gut, dass wir den kennen und können", meinte Manager Christian Heidel mit Galgenhumor. Für Tuchel sind die unteren Regionen Neuland. Sein Vor-Vorgänger Jürgen Klopp, die Mainzer Ikone, steckte in der zweiten Erstliga-Saison eine solche Negativserie weg und schaffte den Klassenverbleib. Ein Jahr später waren es 16 Spiele am Stück ohne Dreier, und die 05er stiegen ab.












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