In 14 Tagen fallen die Würfel
ÖFB-Boss Windtner biegt bei der Teamchefsuche in die Zielgerade. Noch will der ÖFB nicht verraten, wer Didi Constantini nachfolgen soll. Eines steht allerdings schon fest: Sammer ist nicht zu haben.

Foto © GEPARehhagel, Herzog, Foda, Fink oder ein anderer: Wer wird Teamchef?
Leo Windtner, der ÖFB-Boss, ist zwar recht wortkarg in diesen Tagen, dafür aber ist er umtriebig. "Bis Mitte oder Ende der kommenden Woche werden wir die Gespräche mit den möglichen Teamchefnachfolgern geführt haben. Dann wird abermals intern beraten und in weiterer Folge wird es wohl recht rasch gehen." Namen nennt Windtner nach wie vor keine.
Klar scheint allerdings, dass Wunschkandidat Matthias Sammer, der Sportdirektor des DFB, nicht zu bekommen sein wird. Zwar sei Sammer, wie er vor einigen Wochen in Dresden gegenüber österreichischen Medien sagte, nicht grundsätzlich abgeneigt, doch in Wahrheit spitzt der Ex-Internationale, Ex-Dortmund- und Ex-Stuttgart-Coach auf lange Sicht auf die Nachfolge von Jogi Löw auf der deutschen Betreuerbank. Nicht zuletzt deshalb hat er seinen Vertrag im Verband vor nicht allzu langer Zeit bis 2016 verlängert.
Erste Amtshandlung
Die endgültige Entscheidung dürfte, so Windtner, in 14 Tagen fallen und dann bekannt gegeben werden. Erste Amtshandlung des neuen Trainers soll dann die Bekanntgabe des Kaders für das Testspiel gegen die Ukraine sein, das am 15. November stattfindet. Den Kader wird es rund zehn Tage davor geben.
Der Vertrag für den Nachfolger von Didi Constantini soll indes in seiner Grundstruktur schon jetzt aufgesetzt sein. Sprich: die Eckpunkte wie die Dauer - bis Ende der WM-Qualifikation mit automatischer Verlängerung für die Endrunde bei positivem Abschluss - oder die (künftig weiter reichenden) Kompetenzen des Neuen. "Darüber äußern wir uns im Vorfeld allerdings nicht, denn auch dieser Punkt hat mit den Strukturänderungen und dem adaptierten Anforderungsprofil zu tun. Beides Dinge, die bis auf Weiteres intern bleiben", so ÖFB-General Alfred Ludwig. Und Leo Windtner sagt: "Wir müssen den neuen Teamchef mit den neuen Strukturen in Einklang bringen."
Großartige Neuerungen wird es dennoch nicht geben. Möglich, dass in Zukunft Dinge wie eine verbesserte Kommunikation quasi vertraglich festgeschrieben werden, etwa regelmäßige Zusammenkünfte des Teamchefs mit den Klubtrainern.
(K)ein Comeback
Fix scheint indes das Comeback von Mainz-Legionär Andreas Ivanschitz unter Interimscoach Willi Ruttensteiner in den beiden ausstehenden Qualifikationsspielen in Aserbaidschan und in Kasachstan. "Wir haben ein sehr gutes Gespräch geführt", so der Trainer. Verteidiger Martin Stranzl (Mönchengladbach) hingegen wird seinem Entschluss, nicht mehr im Team spielen zu wollen, treu bleiben. Vorerst.










