Direktorium traf keine Teamchef-Entscheidung
Die Frage aller Fragen, zumindest für die Fans des Teams, bleibt auch nach der Sitzung des ÖFB-Direktoriums am Freitag offen. Einen neuen Teamchef für Alaba, Fuchs und Co. gibt es nämlich keinen, nur Strukturänderungen.

Foto © GEPALeo Windtner
Gut zweieinhalb Stunden saß man hinter verschlossenen Türen in einem Hotel nahe der Wiener UNO-City, während draußen die Medienschar unruhig der Dinge harrte. Und als die hohen Herren des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) dann endlich den Sitzungssaal verließen, gab's . . . nur recht wenig wirklich Berichtenswertes.
Neuen Teamchef hat man also noch keinen, lediglich eine Liste von Kandidaten, die ÖFB-Präsident Leo Windtner dem Gremium vorlegte. Oder, wie es der Chef nennt, "einen ersten Zwischenbericht über meine Sondierungen". Die Kandidatenliste wäre "absolut offen", man befände sich "in einem laufenden Prozess", würde "jetzt die ersten Gespräche mit dem einen oder anderen führen", werde sich nach außen hin aber nicht mehr weiter äußern.
Und so wurde weder bestätigt noch dementiert, dass Franco Foda, Trainer von Meister SK Sturm, nach wie vor im Rennen ist, dass Matthias Sammer ein Wunschkandidat, wenn nicht der Wunschkandidat von Windtner und auch Otto Rehhagel im Gespann mit Andi Herzog durchaus eine Überlegung sein soll.
"Noch einmal, meine Herren, von mir werden sie diesbezüglich nichts zu hören bekommen", beharrte der Oberösterreicher.
Sprachkenntnisse wurden in Profil aufgenommen
Geheim bleibt auch das in dieser Sitzung endgültig abgesegnete und leicht adaptierte Anforderungsprofil. Ein Punkt, von dem man weiß, dass er aufgenommen wurde: Der neue Teamchef muss Deutsch sprechen. Und zwar gut.
Überdies plant man im ÖFB Reformen der Strukturen. Windtner dazu: "Die Strukturen rund um das A-Team werden optimiert, da muss und wird es schon demnächst also so manche Änderung geben." Nachsatz: "Wir müssen den neuen Teamchef mit den Strukturen in Einklang bringen." Da stellt sich natürlich die Frage: Wie lange wird das dauern mit den Reformen? "Nicht endlos", so Windtner, "denn wir haben ja auch mit dem neuen Trainer nicht mehr endlos Zeit."
Genauer gesagt nicht einmal zwei Monate, nur bis 8. November, denn spätestens an diesem Tag soll der Kader für das Testspiel in der Ukraine bekannt gegeben werden, das am 15. November über die Bühne geht und bei dem der Neue auch auf der Bank sitzen wird. Schon drei Tage später nämlich, am 18. November, steigt in Frankfurt die Terminkonferenz im Hinblick auf die im Herbst 2012 beginnende WM-Qualifikation für die Endrunde 2014 in Brasilien. "Es wäre undenkbar, wenn da nicht der Mann mit dabei ist, der dann auch bei den Spielen der Coach ist", sagt Generaldirektor Alfred Ludwig.
Die Spannung bleibt also bis auf weiteres erhalten, es darf weiter spekuliert werden.









