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Zuletzt aktualisiert: 06.09.2011 um 06:00 UhrKommentare

Die Chance lebt noch immer

Auch Teamchef Didi Constantini klammert sich an die allerletzte Chance, dank eines Sieges gegen die Türkei noch auf den EM-Zug aufzuspringen. Das Länderduell im kleine.at-Ticker!

Ballakrobaten unter sich: Arnautovic und Alaba

Foto © APABallakrobaten unter sich: Arnautovic und Alaba

Sind die heutigen auch seine letzten 90 Minuten auf der rot-weiß-roten Trainerbank oder gibt's in Aserbaidschan und in Kasachstan noch Zugaben? So gegen 22.15 Uhr wissen wir mehr, denn sollte das Team gegen die Türkei nicht gewinnen, dann ist das Gespräch, das Teamchef Didi Constantini und ÖFB-Präsident Leo Windtner für Mittwoch vereinbart haben, wohl nur noch Formsache. Da ginge es dann nicht zuletzt darum, wie man das Ende der Ära C. der Öffentlichkeit am besten verkaufte.

Widmen wir uns aber nicht den ungelegten Eiern, widmen wir uns dem Match. Dass Österreich tatsächlich noch eine klitzekleine Chance hat, nennt Constantini "ein Geschenk des Himmels" und diese Chance will er mit seinen Mannen nützen. "Die Tatsache, dass wir noch nicht gänzlich aus dem Rennen sind, zeigt, dass auch die anderen schwächeln. Ein Sieg gegen die Türken wäre dennoch eine Überraschung, aber mit der darf und muss man spekulieren."

Wieder mit von der Partie ist der beim 2:6 gegen die Deutschen gesperrte Paul Scharner, der fix und im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen wird.

Keine großen Rochaden

"Dadurch wird sich nicht allzu viel ändern", sagt Constantini. Vermutlich wird Scharner den Part von Alaba übernehmen, der Bayern-Legionär dafür auf den linken Flügel übersiedeln, wo in Gelsenkirchen Royer spielte. Der muss auf die Bank oder wird Dag im rechten Mittelfeld ersetzen.

Hinten bleibt, wie es aussieht, fast alles beim Alten. Nur Keeper Gratzei von Sturm wird wohl Austrias Grünwald Platz machen müssen. "Wenn der Gegner so wie in Deutschland auf dich einrennt, können Fehler passieren. Falls es wirklich einen Wechsel im Tor gibt, ist das kein Zeichen, dass Gratzei schuld an der bösen Niederlage war", sagt der Coach und kündigt keine Offensive auf Teufel komm raus an. "Das wäre zu gefährlich, denn da wären wir hinten zu offen und die Sache ist bald vorbei. Und zwar zu unseren Ungunsten. Warten wir also den Spielverlauf ab, vielleicht müssen wir ohnehin irgendwann auf Hauruck umschalten."

Schalkes Christian Fuchs, vermutlich auch heute Kapitän statt des noch angeschlagenen Marc Janko, verspricht, "dass wir uns den Allerwertesten aufreißen und laufen werden ohne Ende". Dass das in Deutschland nicht der Fall gewesen wäre, wischt der linke Verteidiger mit Zahlen vom Tisch. "Es ist belegt, dass wir beim 2:6 fünf Kilometer mehr abgespult haben als der Gegner."

Mag stimmen, aber es waren leere Kilometer. Damit das nicht wieder passiert, "müssen wir diesmal versuchen, die vielen und gravierenden taktischen Mängel auszumerzen."


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