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Zuletzt aktualisiert: 08.08.2011 um 17:43 UhrKommentare

Ludwig: "Kann die Unruhe nicht verhindern"

Die Entscheidung über die Zukunft von Teamchef Didi Constantini wird wohl erst nach Abschluss der EM-Qualifikation fallen. "Wenn nichts Dramatisches passiert", schränkt ÖFB-General Gigi Ludwig ein.

Schon bald ein Bild, das der Vergangenheit angehört?

Foto © GEPASchon bald ein Bild, das der Vergangenheit angehört?

Die Umarmung vor dem Wörthersee-Stadion war betont herzlich. ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig hat sich in der anhaltenden Diskussion um dessen Posten nicht gegen Fußball-Teamchef Dietmar Constantini gestellt. Constantini war zuletzt erneut unter Druck geraten, nachdem er Aussagen von ÖFB-Präsident Leo Windtner öffentlich hinterfragt hatte. "Die Unruhe kann ich nicht verhindern", sagte Ludwig am Montag in Klagenfurt.

Der "General" verfügt im ÖFB zwar über einige Hausmacht, die Teamchef-Frage erklärte er aber zur Chefsache. "In dieser Sache muss der Präsident entscheiden", betonte Ludwig. "Aus meiner Sicht hat Constantini einen Vertrag bis Jahresende. Danach wird man entscheiden, ob man ihn verlängert oder nicht." Derzeit deutet ob des beeinträchtigten Verhältnisses zwischen Constantini und Windtner wenig auf eine Verlängerung hin.

Ob die seit März 2009 laufende Ära Constantini bereits vor dem Vertrag zu Ende geht, bleibt vorerst offen. "Wenn nichts Dramatisches passiert, werden wir die Qualifikation abwarten", meinte Ludwig. Am 2. September und am 6. September folgen die wohl schon alles entscheidenden EM-Quali-Spiele in Deutschland und zu Hause gegen die Türkei. Ohne Sieg könnten die Gastspiele in Aserbaidschan und Kasachstan im Oktober bereits bedeutungslos sein. "Wenn es dramatisch nach unten geht, werden wir reden müssen", erklärte Ludwig. "Wenn es dramatisch nach oben geht ebenso."

Vorerst dürfte Constantini nur eine gute Leistung samt Erfolg am Mittwochabend (20.30 Uhr/live ORF eins) in Klagenfurt gegen die Slowakei den Rücken stärken. Der Tiroler wollte die anhaltenden Spekulationen am Montag nicht wirklich kommentieren. "Es ist doch eine normale Geschichte, dass es Diskussionen gibt", sagte der 56-Jährige, der nach einer ÖFB-Einheit nur noch ein Schautraining mit dem Kärntner Akademie-Nachwuchs leitete.

Erst am Dienstag stellt sich Constantini in Klagenfurt der Presse, am Montag schickte er seinen Assistenten Manfed Zsak. Am Dienstagabend treffen Windtner, Ludwig und Constantini die zehn Bundesliga-Trainer, um weitere Termine zu koordinieren. Ob es rund um das Treffen auch zu einer weiteren Aussprache zwischen dem Präsidenten und dem Teamchef kommt, war vorerst offen. Ein klärendes Telefonat soll bereits stattgefunden haben.

Das Gerücht Daum

Zuletzt war vom deutschen und österreichischen Boulevard über Ex-Austria-Trainer Christoph Daum als Constantini-Nachfolger spekuliert worden. Nach dem ÖFB dementierte nun auch der vertragslose Deutsche im Fachmagazin "kicker" (Montag-Ausgabe) diesbezügliche Gespräche. "Fakt ist: Ich habe mit keinem vom ÖFB gesprochen und wäre auch keinesfalls gesprächsbereit, solange da ein Kollege im Amt ist", wurde Daum zitiert. "Das wäre ja pervers."

Ludwig bestätigte, mit Daum noch nie Kontakt gehabt zu haben. "Die Sache ist ziemlich unnötig", erklärte der Generaldirektor. Dass die Terminkonferenz für die kommende WM-Quali mit Deutschland, Schweden, Irland, den Färöern und Kasachstan nicht schon im August oder September, sondern erst im November stattfinde, sei laut Ludwig auch nicht als Signal zu werten, dass der ÖFB bis dahin die Einsetzung eines neuen Teamchefs plane.

"Wir hätten es lieber schnell weg gehabt", betonte Ludwig. Dagegen hätten sich aber die Schweden gewehrt. Bis Jahresende müssen die Termine der FIFA bekanntgegeben werden. Sollten die Parteien kein Verhandlungsergebnis erzielen, entscheidet das Los über den Spielplan. Der Trainer sei in der Koordination nicht die Schlüsselperson, meinte Ludwig: "Er wird fachlich gehört, es spielen aber auch andere Kriterien eine Rolle." Flugdistanzen etwa oder die klimatischen Bedingungen auf den Färöern.


Die besten Nationalteam-Fotos

Austria nach 3:1 in Ried im Finale 

Austria nach 3:1 in Ried im Finale

 

ÖFB

Präsident: Leo Windtner
Teamchef: Marcel Koller
Sportdirektor: Willi Ruttensteiner
Generaldirektor: "Gigi" Ludwig

 


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